Mitteilungen

"Neues aus dem Tal" - Jubiläen, Ehrungen, Berichte

Kartoffeldeutsche besuchten die Kirche ihrer Ahnen

Trachtenträger des Verschönerungsvereins mit ihren Gästen aus Dänemark auf dem Weg zur Evangelischen Kirche. Vorne links der Vorsitzende der Kartoffeldeutschen, Aksel Kramer.

Die Evangelische Kirche in Reichenbach haben sogar schon die Vorfahren der „Kartoffeldeutschen“ gekannt. Als sie sich 1759 auf den langen Weg aus dem Odenwald nach Jütland in Dänemark machten, war sie gerademal elf Jahre alt, eingeweiht am 2. Juli auf „Maria Heimsuchung“, also vor 270 Jahren.

Die Nachfahren der Auswanderer zeigten sich beeindruckt von dem Gotteshaus und seinem gepflegten Zustand. Für das Kirchspiel Reichenbach mit seinen Filialorten Elmshausen, Reichenbach, Hohenstein, Knoden, Breitenwiesen, Gadernheim, Raidelbach und Lautern war sie bei ihrer Einweihung und rund 700 Einwohnern eigentlich viel zu groß. Doch nach der Reformation, die der Pfälzer Kurfürst Ottheinrich 1556 im Tal einführte, ging es auch um das Prestige. So beim neuen Pfarrhaus 1571 und auch später bei der neuen Kirche, die im wesentlichen die Grafen von Erbach/Schönberg, die damalige Herrschaft im Tal, finanzierten.

Die Grafenkrone thront dann auch über dem Eingang, darunter ihre Wappen. Und im lateinischen Text wird an die Reformation erinnert: „Eingeweiht im Gedenken der hundertsten Wiederkehr des kostbaren Westfälischen Friedens, der den Protestanten den Gottesdienst sicherte“. Auch im Inneren der Barockkirche („Ochsenaugen“) wird auf bestimmte Zielsetzungen Wert gelegt. So hebt Hans-Jörg Geißler, der verstorbene Chronist der Kirchengemeinde, die „urevangelische“ Form der Kanzelwand hervor: „Altar, Kanzel und Orgel vor der Gemeinde und übereinander, Abendmahl, Wort Gottes und Gotteslob sind Eins.“

Großes Interesse weckte bei den dänischen Gästen eine Altardecke aus rotem Seidendamast, die 1748 von der Herrschaft spendiert wurde. Sie tauchte bei der letzten Renovierung im Jahre 2000 wieder auf und ist jetzt in einer Vitrine zu sehen. Leider sind die ehemals strahlenden Farben durch Alterung verblasst. Sie dient jedoch ebenfalls wie ein Taufkrug aus dem Kirchenbaujahr der Erinnerung an die Vorfahren der Auswanderer nach Dänemark. Mit großer Wahrscheinlichkeit wurde damals so mancher „Kartoffeldeutsche“ zwischen 1748 und 1759 mit diesem Taufkrug in die Kirchengemeinde aufgenommen und mancher von ihnen sah zu besonderen Anlässen die wertvolle Altardecke.

In Reichenbach empfangen wurden die Nachfahren der Auswanderer von Trachtenträgern des örtlichen Verschönerungsvereins, darunter Vorsitzende Simone Meister und Neumitglied Bürgermeister Andreas Heun, diesmal noch in Zivil. Heun hieß in der Kirche die Gäste offiziell willkommen, besonders den Vorsitzenden der Kartoffeltysker, Aksel Kramer, sowie die langjährigen Organisatoren der Fahrten, Anna und Verner Dürr. Mit dabei auch Nachkommen der beiden Brüder Bitsch aus Graubünden (Schweiz), die nach dem 30-jährigen Krieg in Raidelbach und Breitenwiesen mit insgesamt 19 Kindern eine wahre Dynastie im vorderen Odenwald errichteten.

(Text: Heinz Eichhorn; Foto: Friedrich Krichbaum)

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Aus dem Marktplatz- wird ein Osterbrunnen

Traditionen bewahren will der örtliche Verschönerungsverein (VVR).

Erneut soll der Marktplatzbrunnen in einen „Osterbrunnen“ verwandelt, entsprechend geschmückt werden und Fußgänger und Verkehrsteilnehmer an das bevorstehende Osterfest erinnern.

Geplant ist der Aufbau von einer kleinen Arbeitsgruppe am Samstag, 10. März 2018.

Aufbau des Osterbrunnens

Einen Tag später wird der Osterbrunnen um 12:00 Uhr offiziell seiner Bestimmung übergeben werden. Dazu bittet die Vorsitzende, Simone Meister, die Trachtenträger des Vereins, ihre Sonntagstracht anzulegen. Vom Osterbrunnen ziehen die Teilnehmer dann weiter zum Ostermarkt des TSV in den Brandauer Klinger. Dort werden Spinnfrauen, Sängerinnen, Sänger und Musikanten aus Anlass des 125-jährigen Bestehens des Turn- und Sportvereins alte odenwälder Lieder zum Besten geben.

(Text: Heinz Eichhorn, Foto: Friedrich Krichbaum)

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„Fußball-Institution“ Heinz Roß wurde 85

Eine Fußball-Institution feierte ihren 85. Geburtstag. Knapp 50 Gäste waren dabei, als Heinz Roß in der Speisegaststätte „Am Felsenmeer“ seine lange Zeit als Fußballer und Mitglied der Rot-Weißen Revue passieren ließ.

Heinz Roß wurde am 9. Februar 1933 in der Schuhgasse geboren, rannte schon als Bub dem runden Leder nach und versäumt auch heute kein Spiel seines SSV. 1948, als es in Reichenbach nur einen Fußballverein gab, begann er als 15-Jähriger in der A-Jugend des TSV. Mit ihm kickten damals unter anderen Willi Heil (später Lautern), Helmut Schneider, Hans Baumunk und die heutigen TSV-Oldies Philipp Degenhardt und Gerhard Fassinger.

Anfang der 1950-er Jahre waren auch die späteren SSV-ler Ludwig Piatkowski, Ludwig und Heinrich Kindinger, Manfred Marquardt, Leopold Müller, Peter Jährling, Bruder Fritz Roß und Robert Oswald dabei.

1954 Erste Eroeffnungsspiel in Riedrode

Mit der Gründung des SSV 1954 war Heinz Roß einer der tragenden Säulen der Mannschaft (siehe Foto vom Eröffnungsspiel in Riedrode, stehend vierter von links). Er bestach als Techniker mit präzisem Torschuss. Zu den jungen Spielern kam mit Karl Müller, Wilhelm Mink, Nikolaus Ertl, Georg und Adam Jährling, sowie Josef Murowatz Erfahrung hinzu. Als der Verein 1970 seine erste Meisterschaft feierte, war der Jubilar Spielausschussvorsitzender, später Zweiter Vorsitzender. In den 1970-Jahren folgten noch zwei weitere Meisterschaften.

Heinz Roß blieb seinen Rot-Weißen aber auch in schwierigen Zeiten bei den Abstiegen aus der B-Klasse und schwachen Platzierungen in  der C-Klasse treu. Dass er einmal den Aufstieg in die A-Klasse miterleben werde und der SSV dort eine gute Rolle spielen würde, davon hätte der Fußballfreund nicht zu träumen gewagt. Unterstützt wird er schon seit über 50 Jahren von seiner Frau Gertraude, die viele Jahre die Kasse beim SSV führte. Aus der Ehe gingen zwei Kinder und ein Enkel hervor.

Trotz weitgehender Auslastung durch den Fußball hatte Heinz Roß noch Zeit für weitere Hobbys. So sang er im Doppelquartett mit und gehört schon seit 2008 dem Vorstand der Reichenbacher SPD an. Für SSV und SPD trägt er trotz betagtem Alter in erstaunlicher körperlicher Fitness immer noch Informationsschriften des Fördervereins, Einladungen und Flugblätter aus.

(Text: he)

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Willi Eichhorn wurde 70

Seinen 70. Geburtstag feierte in der Hauptstraße in Lautern Willi Eichhorn.

In Reichenbach geborenen und aufgewachsen, heiratete er Lieselotte Schmidt und baute sich mit ihr neben deren Elternhaus ein Eigenheim, direkt gegenüber der Hofreite Horn, in der die Vorfahren der Lautertaler Familien Eichhorn schon vor über 450 Jahren wohnten. Aus der Ehe ging eine Tochter hervor.

Heute freut sich das Ehepaar über zwei Enkelkinder. Die letzten beiden Jahrzehnte seines Berufslebens war Willi Eichhorn beim Regierungspräsidium in Darmstadt tätig.

Einen Großteil seiner Freizeit verbrachte er mit der Unterstützung mehrerer Vereine und Organisationen. So kickte er als Schüler 1959 in der damals neu gegründeten Schülermannschaft der SSV, war später im Spielausschuss und als Beisitzer im Vorstand tätig.

Besonders tat er sich beim Bau des Vereinsheims und beim Neubau des Umkleidehauses hervor. Bei der SG Lautern spielte er in der Reserve und geht regelmäßig zum Seniorenstammtisch ins Vereinsheim.

Der Gewerkschafter war Gründungsmitglied des DGB Lautertal/Lindenfels im Jahre 2004 und arbeitet dort seitdem im Vorstand mit. Bereits seit 1972 gehört er der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands an, ist Mitglied im Vorstand der SPD Lautern und dort insbesondere für die Plakatierung im Dorf zuständig. Als eifriger Wanderer und Naturliebhaber beobachtet er die Vogelwelt in den Lautertaler Wäldern und unterstützt die Vogelschutzgruppe in den Höhengemeinden.

(Text: he, Foto: Willi Eichhorn)

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SSV feiert Fasching

Sich an die Hochzeiten des SSV-Faschings erinnern wollen Mitglieder und Freunde der Rot-Weißen. Am Samstag, 3. Februar, ab 19 Uhr, wird im Gasthaus „Am Felsenmeer“ ein Bildervortrag gezeigt, der die Höhepunkte aus dem Faschingsleben des Traditionsvereins zwischen den 1980-er Jahren bis in die Neuzeit noch einmal lebendig werden lässt. 1984 begann die Kampagne mit der Gründung der Damengymnastik-Abteilung, den Aktivitäten des „Faschingsmotors“ Monika Muth und der ersten großen Veranstaltung im neuen Vereinsheim. An einem Mittwoch kamen damals fast 100 Personen zusammen und feierten ausgelassen bis tief in die Nacht hinein.

Die Gymnastikdamen waren noch aufgeheizt von der zwei Tage vorher stattgefundenen einzigen Probe. Gerade weil die Vorträge nicht ausgefeilt waren, eine Tänzerin sogar mal auf dem Hosenboden landete, war die Stimmung prächtig, der Beifall euphorisch und bis heute bleibt die Erinnerung daran verklärt. Vorgetragen werden die aus dem SSV-Archiv zusammengestellten Fotos von Friedrich Krichbaum vom Verschönerungsverein. Die Erläuterungen dazu gibt Monika Muth. Derzeit sind die Organisatoren dabei, alte Filme von der SSV-Fastnacht auf neue Technik umzuarbeiten. Sollte dies gelingen, werden auch noch bewegte Bilder gezeigt. Wenn nach den Bildvorträgen Gäste eigene Büttenreden wagen, wird dies nicht nur geduldet, sondern ist sogar erwünscht.

(Text: he, Foto: SSV-Archiv)

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Adam Katzenmeier verstorben

Natur- und Vogelschutz sowie die Sänger- und Sportvereinigung (SSV) lagen ihm besonders am Herzen. Den Rot-Weißen gehörte er sogar über 60 Jahre an. Jetzt verstarb der in Winterkasten am 25. September 1933 geborene Adam Katzenmeier im Alter von 84 Jahren.

In seinem Geburtsort erlernte er den Beruf des Malers und war auch ein Leben lang in einer örtlichen Firma beschäftigt. In Reichenbach heiratete er Elsa Jährling, die Tochter des damaligen Bürgermeisters. Mit ihr bezog er das gemeinsame Haus, freute sich über die Geburt eines Sohnes und zwei Enkelkindern.

Seine Freizeit verbrachte Katzenmeier oft in den Wäldern rund um Reichenbach. Dort beobachtete er die Entwicklung der Pflanzen- und Vogelwelt. Besonders die heimischen Vogelarten hatten es ihm angetan. Auch deshalb wurde er Gründungsmitglied der örtlichen Vogelschützer und arbeitete bei vielen Aktionen mit. Oft im Einsatz war er auch bei der SSV. Ihr trat er 1957 kurz nach der Gründung der Fußballabteilung bei und war beim Bau des Sportplatzes, des Umkleidehauses und auch beim Vereinsheim fast immer dabei. Auch spätere Renovierungsmaßnahmen fanden oft unter seiner Regie statt. Nahezu alle Veranstaltungen des Vereins hielt er im Bild fest. Sogar beim jüngsten Bildervortrag Mitte Oktober wirkte er noch mit, stellte eine ganze Reihe seiner Aufnahmen zur Verfügung.

Wenige Tage später wurde Katzenmeier in ein Pflegeheim eingewiesen und verstarb dort in der Nacht vom Sonntag auf Montag.

(Foto/Text: he)

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Adventsbrunnen am Reichenbacher Marktplatz eingeweiht

Jeden Morgen beim Kaffeekochen sieht Pfarrer Jan Scheunemann den Adventsbrunnen auf dem Reichenbacher Marktplatz. Und vom Küchenfenster im Pfarrhaus aus freut er sich über den „schön dekorierten, unaufdringlichen Brunnen ohne plärrende Lautsprecher und ohne Lichteffekte“.

Bei der Einweihung am Sonntag sah ihn aber auch der Pfarrer nur schemenhaft. Nach dem Gottesdienst flüchteten sich bei heftigem Schneetreiben gut 40 Mitglieder und Freunde des Verschönerungsvereins (VVR) unter den (Rettungs-) Schirm der Gemeinde am Rathaus. Dort begrüßte Vorsitzende Simone Meister mit einem Gedicht von Erika Pöschl die Teilnehmer: „Woann de Näwwel sou aus de Wiss ruffkrawweld ... do säigt me sich, s` werd Zeit, s` wird Zeit, es wärd Weuhnoachde ehr Leit!“

Musikalisch umrahmt wurde die Feier vom „Singkreis“ des VVR unter der Leitung von Irene Gorka. Die immer größer werdende Zahl von Musikfreunden, die sich auch mal eine falsche Tonlage selbst verzeihen, sangen von Schneeflocken, vom Advent und der bevorstehenden Weihnachtszeit. Pfarrer Jan Scheunemann, der mit seinem Kollegen Reinald Engelbrecht die Evangelische Kirchengemeinde repräsentierte, erinnerte an die Adventszeit, zu der das Dezente des Brunnens sehr gut passe. Der geschmückte Wasserspender symbolisiere auch das Warten auf Weihnachten. Dazu passe übrigens sehr gut, dass er sich unweit der Bushaltestelle befinde.

Bürgermeister Andreas Heun betonte, dass der „schön geschmückte“ Marktplatzbrunnen im Zentrum des Dorfes stehe. Mit der Barockkirche aus 1748, Pfarrhaus und altem Rathaus, sowie dem Traditionsgasthaus „Zur Traube“ bilde er den Mittelpunkt Reichenbachs, ein oft fotografiertes „Postkartenmotiv“. Damit verdeutlichte der Bürgermeister mit einem Satz die langjährigen Motive des VVR mit der Pflege, Aufwertung und dem Erhalt des Dorfmittelpunkts. Neben dem Felsenmeer setzen auch viele Weggezogene dieses Ensemble mit dem wohl  wichtigsten Teil ihrer „alten Heimat“ gleich.

Die Bemühungen der Dorfverschönerer würdigte auch Ortsvorsteher Alfred Hogen mit einem Gedicht in Mundart. Überall wäre die Arbeit des Vereins und seiner Helfer spür- und sichtbar. Zweien von ihnen dankte Vorsitzende Simone Meister zum Abschluss: Karl Müller und Helmut Fassinger, die die Einzelteile auf dem Brunnen und auch vor dem Rathaus hergestellt und aufgebaut hatten.

(Text: he, Foto: Friedrich Krichbaum)

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Landesehrenbrief für Alfred Kunert

„In über 30 Jahren hat sich Herr Alfred Kunert um unser Land, unsere Gemeinde, die Evangelische Kirchengemeinde und unser Vereinsleben verdient gemacht“. Mit diesen Worten überreichte Landrat Christian Engelhardt, unterstützt von Bürgermeister Andreas Heun, den Landesehrenbrief an Alfred Kunert. Dieser führte von Mai 1986 bis September 2010 den Kinderchor, Jugendchor und Popchor des Gesangvereins „Sängerlust“ Lautern. In dieser Zeit habe das Chorsingen bei den Jugendlichen besonders durch die konstante, zuverlässige und die Musikfreude anregende Tätigkeit von Alfred Kunert einen enormen Aufschwung genommen.

Der Geehrte war zudem im Vorstand der Evangelischen Kirchengemeinde Reichenbach von 1985 bis 2003 tätig. In dieser Zeit war sein Rat und seine Mitarbeit vor allem in den Kindergartenausschüssen für Lautern und später für Reichenbach gefragt.

Ab 1988 war er zudem bei vielen Veranstaltungen der Kirchengemeinde als Organist tätig. Seine Lebenserfahrung und seinen gesunden Menschenverstand brachte er als Schöffe am Landgericht Darmstadt von 2009 bis 2013 ein. In der Gemeindevertretung arbeitete Kunert von 2001 bis 2011 und im Gemeindevorstand von 2011 bis 2016 mit.

Zudem führte er als Schriftführer der SPD Lautern von 1988 bis 2013 das Protokollbuch, war von 2003 bis 2012 Vorsitzender und von 2012 bis 2015 stellvertretender Vorsitzender der SPD Lautertal. Seit fünf Jahren gehört er zusammen mit seiner Frau Anne auch dem Verschönerungsverein Reichenbach an.

(Text: he, Foto: Wolf Nevermann)

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Speisegaststätte „Am Felsenmeer“ unter neuer Leitung

Eine Bilderschau der Sänger- und Sportvereinigung (SSV) nutzte Vorsitzender Manfred Preuß, um die neue Leitung der Speisegaststätte „Am Felsenmeer“ vorzustellen. Künftig werden unter der Regie von Marija Prskalo und ihrem Sohn Maks die Gäste bewirtet. Mit Unterstützung weiterer Familienangehörigen wollen sie den Teilnehmern von Familienfeiern, Betriebsfesten, Jahrgangsfeiern, den Felsenmeerbesuchern und den örtlichen Vereinen und Gruppen einen gepflegten, wohltuenden Aufenthaltsort bieten. Dazu wurde in den letzten Wochen die Gaststätte neu, heller und angenehm gestaltet. Während Maks und seine Helferinnen und Helfer die Gäste im Speiselokal und während den Sommermonaten im großen Biergarten bedienen werden, führt Marija in der Küche Regie.

Außer montags ist die Gaststätte immer geöffnet und telefonisch unter 06254/1555 und 0152/01668968, per Mail unter prskalomaks@gmail.com zu erreichen.

(Text/Foto: he)

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Manfred Preuß 25 Jahre SSV-Vorsitzender

Er ist keiner, der ins Rampenlicht drängt, am liebsten geht er handwerklichen Arbeiten auf dem Vereinsgelände nach. Oft nahm er sich noch die Zeit für die Unterstützung der Dorfverschönerung im VVR. Mit Teamarbeit, Konstanz und Ausdauer hat Manfred Preuß die Sänger- und Sportvereinigung (SSV) bis in früher nie für möglich gehaltene Höhen geführt. Jetzt konnte er sein 25-jähriges Jubiläum als Vorsitzender feiern.

Als Preuß 1992 gewählt wurde, waren die Rot-Weißen nach zehn Jahren wieder einmal in die Fußball-B-Klasse aufgestiegen. Der Verein zählte 600 Mitglieder und die Wirtsleute im Vereinslokal hießen Mile und Boba, von denen besonders Mile noch heute einen legendären Ruf genießt. Der neue Vorsitzende hatte den Mut, im Herbst erstmals einen Flohmarkt auf dem Sportplatz zu initiieren. Inzwischen findet dieser zwei Mal im Jahr statt und hat sich zu einem der größten im Kreis Bergstraße entwickelt. Zeitweise hatten über 300 Aussteller ihre Warenstände auf den Flächen im Seifenwiesenweg aufgebaut.

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Unter der Führung von Manfred Preuß gelang dem SSV 1995 erstmals der Gewinn des Lautertalturniers, ein Erfolg, der sich später noch oft wiederholen sollte. Auch der erste Platz im Jakob-Röder-Gedächtnisturnier war jetzt fast eine Selbstverständlichkeit. 1998 wurde ein Förderverein gegründet und die Hallensportarten wesentlich erweitert. Mit Preuß wurde die Sanierung des Vereinsheims, der Kegelbahnen, der Küche und die Umgestaltung der Gaststätte in Angriff genommen, in seiner Zeit zudem eine Halle vor dem Umkleidehaus errichtet, die dem Verein besonders bei den Flohmärkten wichtige Dienste leistet.

2004 feierte die Fußballabteilung ihr 50-jähriges Bestehen und 2010 der Verein sein hundertstes Jubiläum. Als Meilenstein auf dem Weg zu späteren sportlichen Erfolgen kann der Bau des Kunstrasenplatzes bezeichnet werden. Während der Bauphase sah man den Vorsitzenden Preuß im Dauereinsatz und bei der Einweihung am 2. Oktober 2011 konnte er seine Freude über das neue Spielfeld nicht verhehlen.

Auf ihm feierten die Rot-Weißen nun einen Erfolg nach dem anderen. Dem Wiederaufstieg in die B-Klasse folgte mit dem Spielertrainer Abedin Reqica ein dritter Platz und in diesem Jahr überraschend der Aufstieg in die A-Klasse. Siege beim Hallenturnier in Lorsch und bei der Lautertalmeisterschaft konnten ebenso gefeiert werden. Zudem wurde die 1 b-Mannschaft Meister der D-Klasse und spielt heute eine Klasse höher.

Auch dank des Einsatzes, der Zielstrebigkeit und der Konstanz des Vorsitzenden Manfred Preuß ging es in den letzten 25 Jahren mit der SSV stetig bergauf, sportlich in früher undenkbare Höhen. Hinzu kam, dass Preuß über all die Jahre ein engagiertes Team von Vorstandsmitgliedern und Helferinnen und Helfern um sich scharte und viele Menschen zum Mitmachen bewegen konnte. Einen Verein erfolgreich zu führen scheint wohl nur wie Preuß als teamfähiger Mannschaftssportler möglich zu sein.

(Text und Fotos: he)

Foto he: Der SSV-Vorsitzender als „Stütze“ beim Aufbau der Winkelstützmauer am Seifenwiesenweg
Foto he: Manfred Preuß bei einer verdienten Pause bei einem „Großkampftag SSV-Flohmarkt“

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