Mitteilungen

"Neues aus dem Tal" - Jubiläen, Ehrungen, Berichte

VVR pflanzte 2.500 Osterglocken und Schneeglöckchen

Gleich 14 Helferinnen und Helfer kamen bei der jüngsten Pflanzaktion des Verschönerungsvereins  (VVR) zum Einsatz. Unter der Regie von Ehrenvorsitzendem Albrecht Kaffenberger wurden 2.500 Osterglocken und Schneeglöckchen unter die Erde gebracht.

Ein schwieriges Terrain hatten die Dorfverschönerer im Oberdorf an einem Hang an der Nibelungenstraße zu bearbeiten. Nicht nur wegen des fließenden Verkehrs und steilem Gelände, sondern auch wegen hohen Brennnessel und steinigem Boden. Deshalb befreite Klaus Essinger mit seiner Motorsense erst einmal das Arreal von seinem hohen Bewuchs. Zudem wurden gleich noch der Straßengraben und ein hoffnungslos überfüllter Einlaufschacht von seinem vielen Laub befreit, bevor die Helferinnen und Helfer hier tausend Osterglocken setzten.

Diese wurden vom Gruppen- und Gaswerk (GGEW) aus Bensheim gespendet. Bei Kabelverlegungsarbeiten im Sommer hatte der Beauftragte Bauunternehmer eine große Zahl der Frühjahrsblüher entfernt, die jetzt freundlicherweise vom Energieversorger wieder zur Verfügung gestellt wurden. Hier wurde auch eine große Zahl von Schneeglöckchen gepflanzt.

Schneller und einfacher als im Oberdorf konnten die Pflanzlöcher am Aufgang zur evangelischen Kirche ausgehoben werden. Auch auf der großen Freifläche des neuen Friedhofs waren bald knapp tausend Osterglocken unter die Erde gebracht. Nach einem Gespräch mit der Gemeindeverwaltung führt der VVR hier künftig den ersten Rasenschnitt selbst aus. Durch bisheriges zu frühes Mähen der verblühten Osterglocken konnten diese nicht genug Nährstoffe aufnehmen und verkümmerten. Da der VVR nicht jedes Jahr Neupflanzungen vornehmen möchte, hofft er jetzt mit seiner Eigenhilfe auf den Erhalt der Pflanzen.  (Text: he, Foto: fk)

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Verschönerungsverein jetzt 425 Mitglieder stark

Der Mitglieder-Aufschwung beim Verschönerungsverein Reichenbach hält an. Waren es im Jahre 2005 noch 214 Mitglieder, verdoppelte sich die Zahl der Beitragszahler innerhalb von acht Jahren. Jetzt konnte in einer kleinen Feierstunde mit Nadja Bihn das 425. Mitglied geehrt werden.

Werber Albrecht Kaffenberger freute sich, dass mit Nadja Bihn eine weitere Unternehmerin die Zielsetzungen des Vereins unterstützt. Dieser habe in den letzten Jahrzehnten dazu beigetragen, dass Reichenbach immer schöner werde und immer mehr Menschen ins Dorf, insbesondere ans Felsenmeer kämen. 

Nachdem das „südhessische Touristenziel Nr. 1“ durch zahlreiche Maßnahmen der Gemeinde erheblich aufgewertet worden sei und die Besucherzahlen immer mehr stiegen, gelte es jetzt vom Verein den Focus auf die Entwicklung des Dorfes zu richten.

In ihm seien in den letzten Jahren eine ganze Reihe von öffentlichen und privaten Gebäuden saniert worden. Der Handel und auch das Gewerbe hätten sich gut entwickelt. Im gastronomischen Bereich wäre insbesondere durch die Entwicklung im Gasthaus „Zur Traube“ ein großer Schritt nach vorne gemacht worden. Die Eisdiele Domino der Familie Bihn habe im Dorf eine große Lücke geschlossen und schon im ersten Jahr seines Bestehens großen Zuspruch gefunden.

Gemeinsam mit der Familie Bihn habe der Verschönerungsverein im 40. Jahr seines Bestehens einiges vor. So ist im Frühjahr nächsten Jahres eine Großveranstaltung in der Lautertalhalle geplant, in die auch die Familie Bihn eingebunden werden soll. Im Rahmen der nächsten Jahreshauptversammlung soll es eine kulinarische Besonderheit aus dem Hause Bihn geben. Und seine Neumitglieder Nummer 450 und 475 will der Verein zum Eisessen in die Eisdiele einladen. 

Text: he, Foto: Friedrich Krichbaum

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Trauerrede

von Bürgermeister Jürgen Kaltwasser anlässlich der Trauerfeier für Herrn Ortsvorsteher a. D. Hermann Bauer am 01. November 2013.

Liebe Frau Baudzus,
liebe Familie Bauer,
verehrte Trauergemeinde,

die Nachricht von Hermann Bauers Tod hat uns alle tief bewegt.

Der Verstorbene war lange Jahre in seiner Wohnortgemeinde  kommunalpolitisch aktiv und im Vereinsleben engagiert.

Hermann Bauer gehörte dem Ortsbeirat Schannenbach über insgesamt vier Wahlperioden von April 1977 bis März 1993 an und übte dabei mit großer Umsicht das Amt des Ortsvorstehers aus.

Seine besonderen Verdienste wurden durch die Verleihung des Ehrenbriefes des Landes Hessen im Januar 1998 gewürdigt.


Liebe Trauergemeinde,

Hermann Bauer war ein Kommunalpolitiker von altem Schrot und Korn. Er hat sich in all den Jahren darum bemüht, das Gemeinsame, das einander Verbindende besonders herauszustellen.

Gerade auf der kommunalen Ebene der Gemeinde hielt er es für unabdingbar, dass auf parteipolitische Profilierungsversuche verzichtet wird. Er verstand das kommunale Ehrenamt zu aller erst als Dienst am Gemeinwohl.

Es ist ihm stets gelungen, seine Sicht der Dinge mit der ihm eigenen Überzeugungskraft auch den anderen zu vermitteln. Mit einem hohen Maß an Integrität und der Fähigkeit, Ausgleich und Konsens herbeizuführen, hat er in nicht immer leichten Zeiten stets erfolgreich Kurs gehalten.

Die Leistungen, die er hinterlassen hat, haben Bestand.

Mit seinem Weitblick hat er auf allen Gebieten der Daseinsvorsorge Akzente gesetzt.

Hermann Bauer genoss das Vertrauen der Bürger. Er erfreute sich in der Bevölkerung hohen Ansehens.

Frei von jedem parteipolitischem Gezänk und losgelöst von übertriebenem Organisations- und Perfektionsdenkens schätzte und pflegte er vor allem den Kontakt zu den Leuten, das Gespräch mit den Bürgern.

Er war keine unnahbare übergeordnete Instanz, sondern einer, mit dem man reden konnte.

Bei ihm gab es keine Staatsverdrossenheit oder Politikverdrossenheit.

In seinem steten Bemühen, den Bürgern zu helfen, wo immer sie Probleme hatten, war er durchaus bereit, auch einmal unkonventionelle Wege zu gehen. Die Hauptsache war, sie boten Aussicht auf Erfolg.

Er pflegte seinen ganz persönlichen, ihm eigenen Stil: mal locker und einfühlsam - aber, wenn es notwendig war, auch mit starker und durchsetzungsfähiger Hand.

Über die Persönlichkeit hinaus haben viele der hier Anwesenden mit Hermann Bauer auch einen Freund verloren, auf den immer Verlass war. Hilfsbereit und verständnisvoll, und voller Vertrauen, bewies er, dass es auch in unserer oft von Egoismus und Eigennutz geprägten Zeit Menschen gibt, die es ehrlich meinen, die sich Zeit nehmen und die handeln, ohne gleich an die Gegenleistung zu denken.

Wenn wir uns in Trauer heute hier versammeln, so verstehen wir alle diesen letzten Gruß als Ausdruck unseres Dankes. Eines Dankes, der deutlich macht, was wir an ihm verloren haben. In unserer Erinnerung bleibt Hermann Bauer lebendig.

Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Als äußeres Zeichen unseres Dankes und unserer Wertschätzung haben wir ein Blumengebinde niedergelegt.

Ruhe er in Frieden.

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DRK-Kreisvorstand mit zwei Lautertalern

(Text: he, Foto: DRK)

Zwei Lautertaler gehören jetzt dem engeren Vorstand des Deutschen-Roten-Kreuzes (DRK), Kreisverband Bergstraße an. Im Rathaus in der Vierburgenstadt Neckarsteinach fiel die Wahl auf die beiden Reichenbacher, die jetzt den Kreisverband führen, bzw. dessen Kasse verwalten.

Die mit rund 10.000 Mitgliedern wohl größte Hilfsorganisation im Kreis wählte ihren bisherigen stellvertretenden Vorsitzenden, Rechtsanwalt Arno Gutsche (Bensheim), an die Spitze ihres Verbandes. Gutsche wurde auf der „Insel“ in Reichenbach  geboren und zog mit seinen Eltern später in das Eigenheim in der Knodener Straße, in dem noch heute seine Mutter Elisabeth, geborene Kindinger lebt.

Das Interesse für das DRK wurde ihm quasi in die Wiege gelegt. Vater Alfred war Gründungsmitglied und Schatzmeister des DRK Lautertal, Bruder Lothar Vorsitzender des DRK Lindenfels. Arno gehört dem Kreisvorstand schon seit 25 Jahren an und kennt den Verein und seine Strukturen in allen Gliederungen.

Neue stellvertretende Vorsitzende wurden Adelheid Schultheiß (Biblis) und Hans-Jürgen Weber (Rimbach), Justitiar Achim Flauaus (Bensheim). Zum Schatzmeister wurde wiederum Heinz Eichhorn (Reichenbach) gewählt, hauptamtlicher Geschäftsführer des Kreisverbandes von 1990 bis 1994 und seit Anfang dieses Jahres ehrenamtlich im Kreisvorstand tätig.

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„Baum des Friedens und der Freundschaft“ gepflanzt

Baumpflanzung

Reichenbach. Einen „Baum des Friedens und der Freundschaft“ pflanzten die Ahmadiyya Muslim Jamaat Deutschland und die Gemeinde Lautertal auf dem „Europa-Platz“. Die gemeinsame Aktion sollte ein Zeichen der Integration und des friedlichen Miteinanders sein, wie es auch von Bundeskanzlerin Angela Merkel angeregt wurde. 

Neben den Gästen der Religionsgemeinschaft nahmen an dem Festakt Bürgermeister Jürgen Kaltwasser, Beigeordneter Wolf Nevermann, die Gemeindevertreter Tobias Pöselt, Sandra und Frank Maus, Ehrenbürger Horst Steinmann, Seniorenbeirats-Vorsitzender Albrecht Kaffenberger, sowie Ortsvorsteher Heinz Eichhorn teil. 

Die gut 1,50 Meter hohe Rotbuche hat ihren neuen Standort auf einem außergewöhnlichen Platz. Das Gelände gehört der DESTAG, die seit 1889 in Reichenbach Granitsteine abbaute, später aus Brüchen in Skandinavien, Südafrika, Indien und China bezog und hier bearbeitete. 

Baumpflanzung Urkunde

Auf dem „Europa-Platz“ stehen Erinnerungssteine zum 100. Jubiläum der DESTAG, zum Verschwisterungsjubiläum der Gemeinde mit der französischen Partnergemeinde Jarnac und zum 25. Geburtstag des örtlichen Verschönerungsvereins. Dieser hat Mitglieder nicht nur in Deutschland und Europa, sondern auch in den USA, in Südafrika, Australien und Indonesien. Und auf dem internationalen Platz am Fuße der Steinaue, auf dem auch Weinreben aus Frankreich reifen, treffen sich nahezu täglich die polnischen Pflegerinnen älterer Reichenbacher zum Meinungsaustausch.

Beim anschließenden Treffen im Rathaus dankte Ch. Iftikhar Ahmad, der Bundesvorsitzender der Majlis Ansarullah in Deutschland, Bürgermeister Jürgen Kaltwasser für den freundlichen Empfang. Seine Religionsgemeinschaft bestehe überwiegend aus Menschen aus Pakistan, die hier in Deutschland eine neue Heimat gefunden haben.

Um den Einheimischen ihr Heimatland näher zu bringen, servierten die Gäste ein Essen mit Samosa, Pakora und Kebab. Einzig der Nachtisch hätte auch aus der Region sein können. Dazu gab es Wasser, Tee oder Kaffee. Alkohol in allen Formen ist bei den Muslim verpönt. (Text: he, Fotos: wn, he)

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Landwirt, Findlingsgräber und Beigeordneten gewürdigt

Bereits 21 gesponserte Ruhebänke kann der Verschönerungsverein (VVR) in seiner Inventarliste führen. Jetzt spendete die Familie Schneider aus dem Falltorweg die Bänke Nummer 20 und 21 und widmete eine davon dem Landwirt, Firmengründer und Gemeinderat Heinrich Schneider.

Schneider, der wegen seiner Vorfahren im Tal „Weise-Heune“ genannt wurde, war ein waschechter Reichenbacher. Hier geboren, aufgewachsen, zur Schule gegangen und am Ostermontag 1946 von Pfarrer Wintermann konfirmiert, arbeitete er als Landwirt im elterlichen Betrieb. Im Nebenberuf führte er Hausschlachtungen durch.

1960 begann Heinrich Schneider mit der Findlingsgräberei, weitgehend auf seinen Grundstücken unterhalb des Borsteins. Hier setzte er auf den „Odenwald-Quarz“, einen Gangquarz, den es in dieser Art in größeren Mengen nur im Lautertal gibt. Ein bis zu 20 Meter breiter Gang zieht sich vom Borstein hin zum Hohenstein und weiter zum Katzenstein kurz vor Ober-Raidelbach. 

Ab 1967 verstärkte Schneider seine Arbeiten am Borstein, gründete eine Firma, die sich später am Ende des Falltorweges ansiedelte und heute von seinen beiden Söhnen Heinz und Helmut, dem Enkel Stefan und deren Ehefrauen betrieben wird. Gemeinsam geht die Familie mit Vorliebe individuelle handwerkliche Arbeiten an. Wie schon den Vater, reizen auch Söhne und Enkel die Sonderwünsche ihrer Kunden. Denn egal, ob ein Odenwald-Urlauber sich einen nach seiner Zeichnung entworfenen Felsen, oder eine Witwe ein außergewöhnlich gestaltetes Familiengrab wünscht – der Kunde ist im Hause Schneider König. 

Damit dies auch so bleibt, darüber wacht Mutter Helmi. Die Ehefrau des Verstorbenen Heinrich Schneider übernahm die Mitgliedschaft ihres Mannes im VVR und freut sich, wenn ihr Heimatdorf durch diesen verschönt wird. Ihr kam auch die Idee mit der Ruhebank für ihren Mann. Der Standort lag nahe. Dort, wo er viel Zeit verbracht hat, nämlich am Wäldchesacker, sollte die Bank stehen.

Sie erinnert an einen Mann, der nicht nur den VVR gründen half, sondern auch von Anfang an bei den Vogelschützern und dem Schützenverein Reichenbach mitwirkte. Mitglied war er zudem in der Feuerwehr und bei der Eintracht. Trotz Steinbetrieb und Landwirtschaft fand er noch Zeit, vier Jahre lang im Gemeindevorstand Reichenbach mitzuarbeiten. „Sein ganzes Leben lang“, so seine Witwe Helmi, „war er bestrebt, seiner Familie und seinen Nachkommen ein gutes Auskommen zu sichern“.

(Text: he, Foto: Helmi Schneider) 

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Vierte Kontinentalbank eingeweiht

Foto: Friedrich Krichbaum

Seine vierte „Kontinentalbank“ weihte jetzt der Verschönerungsverein ein. Nach den zahlreichen von Europäern gesponserten Bänken, wurde im Juni eine von Marianne und William Amo (USA) gespendete „amerikanische“ Bank im Böhl aufgestellt.

Ihr folgte im August im Hahnenbusch die „australische“ Bank der Familie Klettner. Nun gab es eine „afrikanische“ Ruhebank von Ursula und Hans Schwebel, die auf der Binn errichtet wurde. Gewidmet wurde sie David Schwebel, dem Vater von Hans. Dieser arbeitete ein Leben lang als Fahrer in der DESTAG und war unter anderem Gründungsmitglied des Odenwälder-Motorsportclubs (OMC).

Zur Einweihungsfeier war das Ehepaar nicht extra aus Südafrika angereist, sondern verband den Akt mit der Präzisionsflugweltmeisterschaft in Bautzen. Wie bei den meisten Europaaufenthalten kommt der Reichenbacher Hans Schwebel zurück in seine alte Heimat, übernachtet dann in seinem Haus in der Knodener Straße und erledigt von hier aus sein Geschäfte. 

Evelyn und Lothar Hebel, Spender der dritten Ruhebank am Wingertsberg,  animierten ihre südafrikanischen Freunde  erfolgreich zur Nachahmung. Den Ruheplatz hergerichtet und die Bank aufgestellt hatten „Bankchef“  Albrecht Kaffenberger mit seinen „Bankern“ Philipp Degenhardt, Hans Bitsch und Eberhard Mößinger.

Standort ist unter einem mächtigen Apfelbaum an einem Feldweg auf der Binn, etwa hundert Meter hinter dem Haus der Landeskirchlichen Gemeinschaft. Dort durften die Finanziers und ihre Gäste Probesitzen, Wein und Bier trinken, sowie eine kleine Vesper verzehren. Mit dabei auch Enkelin und Urenkelin von David Schwebel, sowie die üblichen Verdächtigen wie Fotograf Friedrich Krichbaum, sowie VVR-Vorsitzender Heinz Eichhorn. 

Nach den vier „Kontinentalbänken“ fehlt jetzt nur noch die fünfte,  eine von einem in Asien wohnenden Freund Reichenbachs gesponserte Bank. Nun leben natürlich ehemalige Reichenbacher auch in Asien, dort hat der VVR sogar Mitglieder. Bisher liegt jedoch noch keine Spendenzusage vor. Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden … (Text. he, Foto: Friedrich Krichbaum) 

 

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Überwältigender Empfang für Dr. Joachim Bartl

Empfang Dr. Bartl
Text: he Foto: fk

Dr. Joachim Bartl ist wieder da. Nach 231 Tagen lief er in Reichenbach ein und wurde von einer großen „Fan-Gemeinde“ vor der Evangelischen Kirche empfangen. Der Pilgerwanderer hatte mehr als 5.400 Kilometer nach Santiago di Compostela und zurück zu Fuß bewältigt.

Der evangelische Posaunenchor intonierte ihm zu Ehren drei Musikstücke, darunter Franz Schuberts „Das Wandern ist des Müllers Lust“. Willkommen hießen den sichtlich gerührten Fernwanderer neben seinen Freunden aus dem Reichenbacher Verschönerungsverein (VVR) und mehreren örtlichen Honoratioren, besonders seine Frau Bärbel und die beiden Töchter mit ihren Lebensgefährten.

„Ourewälle Riwwelkuche“ serviert

An den festlich gedeckten Tischen im evangelischen Gemeindehaus wurde Dr. Bartl und seinen Gästen frischer Kaffee und „ourewäller Riwwelkuche“ serviert. Auf seiner langen Wanderung durch die Pfalz, das Saarland, Frankreich und Nordspanien hatte er oftmals einen guten Kaffee und die gewohnte Verpflegung vermisst. 

5.400 Wanderkilometer wären eine „sensationelle Leistung“, meinte Ortsvorsteher Heinz Eichhorn in seiner Begrüßungsrede, einmalig für Lautertal und den Kreis Bergstraße und wahrscheinlich einmalig auch für Hessen und Deutschland. Dr. Bartls Wanderung sei unter außergewöhnlichen Witterungsbedingungen erfolgt: „Sibirische Kälte“ zwischen Februar und April, Dauerregen im Mai und Juni und „Saharahitze“ bis in den September hinein. Erst als er wieder nach Deutschland einwanderte, habe sich die Sonne gnädig gezeigt und einige herrliche Wandertage geliefert.

Bürgermeister Jürgen Kaltwasser fühlte sich an einen Film aus den 1960-er Jahren mit dem Titel „So weit die Füße tragen“ erinnert. Dr. Bartls Leistungen würden sicher Eingang in das Guiness-Buch der Rekorde finden. Auch als Botschafter und Werber für Lautertal und den Odenwald habe er außergewöhnliches geleistet. Damit der sichtbar schlanker gewordene Dr. Bartl „nicht ganz vom Fleisch falle“, überreichte der Bürgermeister ein „Fresskörbchen“.

Neben Bürgermeister Jürgen Kaltwasser mit Gattin begrüßte VVR-Vorsitzender und Ortsvorsteher Heinz Eichhorn auch die Erste Beigeordnete Helga Dohme, den Beigeordneten Alfred Kunert, die Lauterner Ortsvorsteherin Renate Müller, Ehrenbürger Horst Steinmann, den Geschäftsführer des Felsenmeer-Informationszentrums (FIZ), Günther Dekker, und mit Manfred Preuß (SSV), Helmut Lechner (Arbeitskreis Partnerschaft Europäischer Gemeinden – APEG), Rolf Herbold (Angelsportverein), Manfred Schaarschmidt (Verschönerungsverein Schönberg), Norbert Mink (Mandolinenorchester) und Siegfried Reimund (Landeskirchliche Gemeinschaft) auch die Vorsitzenden und Leiter von örtlichen Vereinen und Institutionen.

Text: he Foto: fk

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