Mitteilungen

"Neues aus dem Tal" - Jubiläen, Ehrungen, Berichte

SSV sucht Fotos aus seinem über 100-jährigen Vereinsleben

Nicht nur alte und neue Fotos über das 40 Jahre alte Vereinsheim wurden bei einer Bilderschau der Sänger- und Sportvereinigung (SSV) gezeigt. Genutzt wurde der Nachmittag von den Mitgliedern auch zum Austausch alter Fotos. So zeigt unsere Aufnahme sechs Kicker aus den ersten Jahren der Rot-Weißen auf dem Sportplatz am Seifenwiesenweg. Damals war das Torgebälk noch eckig, der eiserne Winkel auf der Spielfeldseite angeschraubt, das Torgestänge aus Metall und der wenige Jahre zuvor erstellte Platz in einem nach heutigen Verhältnissen „bescheidenen“ Zustand.

Bei dem Treffen wurde auch vereinbart, die Aufnahmen über das inzwischen 107 Jahre alte Vereinsleben zu sammeln, zu sichten, zu bearbeiten und somit zu verbessern und zu archivieren. Dabei will die kleine Arbeitsgruppe (Leiter Edwin Mink, Bilderlieferant u.a. Adam Katzenmeier, Bildbearbeiter Peter Gehrisch und Heinz Eichhorn, Technik Bildbearbeitung Dr. Joachim Bartl) darauf achten, dass die digitale Zeit mit ihrer  kaum zu bremsenden Bilderflut nicht überbewertet, sondern auf das Wesentliche begrenzt wird. Trotzdem rechnen die Organisatoren damit, dass über die lange Zeit des Vereinsbestehens mehrere tausend Fotos zusammenkommen, die der Nachwelt erhalten bleiben sollen.

(Text und Repro: he)

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Gerda und Dieter Andrzejewski 50 Jahre verheiratet

(Foto: Andrzejewski)

Das Fest der Goldenen Hochzeit feierten jetzt Gerda und Dieter Andrzejewski am Kieshügel. Beide sind echte Reichenbacher, die nicht nur hier aufwuchsen, zur Schule gingen und heirateten, sondern auch in den örtlichen Vereinen integriert sind. Gerda, geborene Krauß, erlernte bei der Firma Wintrich in Bensheim den Beruf der Industriekauffrau. Mit dabei damals auch eine beachtliche Zahl von Reichenbachern, die in der Feuerlöscher- und Desinfektionsgerätefirma arbeiteten. Ihr Mann Dieter erlernte den Beruf des KfZ-Mechanikers und war zum Ende seiner beruflichen Tätigkeit als Lagerleiter tätig.

Das Ehepaar wohnt im elterlichen Haus von Dieter, das vom Jubelpaar an und umgebaut wurde. Dort wuchsen auch die beiden Töchter auf. Heute freuen sich Gerda und Dieter besonders, wenn die zwei Enkelkinder zur Betreuung an den Kieshügel kommen. Früher waren beide im TSV aktiv. So jagte Dieter schon zu Schulzeiten dem runden Leder nach, kickte dann in den Seniorenmannschaften und auch noch lange in der AH. Aktiv war er bei nahezu allen Baumaßnahmen des Vereins. In den letzten Jahren fuhr das Ehepaar gerne mit dem Verschönerungsverein in den Süden, hilft bei der Herrichtung von Rast- und Ruheplätzen und hat selbst schon eine Bank gespendet. Für den Verein gratulierten die zweite Vorsitzende Inge Meier, sowie die Kaffenberger-Dynastie mit zwei Generationen in schwarzer Tracht. Ehrenvorsitzender Albrecht Kaffenberger übermittelte telefonische Glückwünsche aus seinem Urlaubsort.

(Text: he)

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90. Geburtstag von Elisabeth Gutsche

(Foto: Christiane Dreiling)

Ihren 90. Geburtstag feierte in der Knodener Straße Elisabeth Gutsche, geborene Kindinger. Die rüstige Jubilarin war jahrzehntelang im Deutschen Roten Kreuz aktiv, sang im Frauenchor mit und unterstützt den örtlichen Verschönerungsverein.

Elisabeth Gutsche wurde auf der Insel“ geboren, ging in Reichenbach zur Schule, wurde hier am 14. April 1941 konfirmiert und heiratete den Heimatvertriebenen Alfred Gutsche. Mit ihm zog sie drei Kinder groß. In den 1960-er Jahren baute die Familie ihr Haus in der Knodener Straße, in dem Elisabeth noch heute lebt.

Mit ihrem Mann trat sie 1981 in der Gründungsversammlung dem Deutschen Roten Kreuz bei. Seine von den Kriegserlebnissen geprägte Einstellung pflanzte sich in der ganzen Familie fort. Alfred Gutsche war Rechner der Ortsgruppe Lautertal, Sohn Lothar Gründungsvorsitzender der Ortsgruppe Lindenfels, Dietmar in den Bereitschaften in Lautertal und Bensheim aktiv und Arno führt heute den DRK Kreisverband Bergstraße.

Zusammen mit ihrem Mann unterstützte Elisabeth auch den örtlichen Odenwaldklub (OWK) und den Bund der Vertriebenen (BdV), half bei deren Festen mit und wanderte in der Gruppe im Lautertal und im vorderen Odenwald. Neben der großen Familie und den Nachbarn gratulierten zum runden Geburtstag auch die Vertreter der Gemeinde, der Kirchengemeinde, sowie zahlreicher Vereine.

(Text: he)

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Seniorenfahrten weiterhin sehr beliebt

(Foto: Rudi Müllerklein)

Hoch her ging es bei der Jahresabschlussfahrt der Lautertaler Senioren. Der Pfälzer Wein bekam den Teilnehmern offenbar so gut, dass sich in guter Stimmung gleich mehrere unter der Anleitung von „Kapellmeister“ Hans Seibt (Ober-Beerbach) als Sänger versuchten, wie unsere Aufnahme zeigt.

Eingekehrt waren die Mitfahrer aus allen Lautertaler Ortsteilen im Weingut und der Gaststätte „Sonnenhof“ von Karl Schäfer in Bockenheim, einem Ortsteil der Verbandsgemeinde Grünstadt. Das Dorf wurde bereits in einer Schenkungsniederschrift des Klosters Lorsch am 7. Juni 770 erstmals urkundlich erwähnt, ist also wie viele Dörfer in Rheinhessen und der Pfalz älter als die Siedlungen im Odenwald.

Im „Sonnenhof“ hatte der Organisator der Seniorenausflüge, Rudi Müllerklein aus Beedenkirchen, schon in den Anfangszeiten des mit Staatsehrenpreisen gewürdigten Weinguts „Musik gemacht“. Auch diesmal griff er in die Tasten und spielte mit Hans Seibt zum Tanz auf. Dieses Angebot nahmen die Seniorinnen und Senioren gerne an. Nach einem schmackhaften Essen und süffigem Pfälzer Wein waren sie schnell in Stimmung gekommen und wollten auch nach dem „Zapfenstreich“ das Lokal noch nicht verlassen.

Zu Beginn der Halbtagesfahrt besichtigte die Gruppe das Schloss Herrnsheim nördlich von Worms. Es wurde bereits 1460 als Burg erbaut und um 1700 in ein barockes Schloss umgewandelt. Nach schweren Beschädigungen baute Architekt Jakob Friedrich Dyckerhoff die Gebäude im Empire-Stil in das heutige Schloss um. 1840 wurde es nochmals wesentlich verändert. Herausragend der 1790 neu angelegte, weitläufige Park. Er wurde in Form eines englischen Gartens mit großen Wiesenflächen, Waldstücken, Teichen und Inseln eindrucksvoll gestaltet. Das besondere Interesse der Senioren erweckte die in über 20-jähriger Arbeit erstellte Nachbildung der „Dolomitenstraße“.

Die Herren von Dahlberg veräußerten das Schloss 1883 an die bekannte Wormser Industriellenfamilie des Freiherrn von Heyl, die es in den 1950-er Jahren an die Stadt Worms verkaufte. Heute dient der Park in erster Linie als Naherholungsgebiet für die Menschen in Worms und Umgebung. Freitags und samstags kann im Schloss und somit in außergewöhnlichem Ambiente geheiratet werden.

Die Lautertaler Senioren ließen sich im Schlosscafe frischen Kaffee und Torten munden. Dort zog Reiseleiter Rudi Müllerklein mit seinem „Compagnon“ Karl Schneider (Lautern) auch ein positives Resümee der von der Gemeinde angebotenen diesjährigen Seniorenfahrten. So wurden sieben Halbtages- und Ganztagsfahrten durchgeführt, die überwiegend gut frequentiert waren. Kritik übte Müllerklein an dem nicht immer verlässlichen Verhalten einiger potentieller Mitfahrer. Wer sich angemeldet habe, sollte auch tatsächlich teilnehmen und der Fahrt nicht unentschuldigt fernbleiben. Damit würden Teilnehmerplätze blockiert und Mitfahrer auf der Warteliste von der Fahrt abgehalten.

In Zusammenarbeit mit Bürgermeister Jürgen Kaltwasser habe er bereits das Programm für 2017 zusammengestellt. Es sehe wieder sieben Halbtages- und Ganztagesfahrten, sowie zwei Treffen in der Lautertalhalle vor. Das Fahrtenprogramm gehe rechtzeitig im Frühjahr allen Lautertaler Senioren zu. Die Anmeldungen könnten weiterhin über die Gemeinde (Frau Keller) vorgenommen werden.

(Text: he)

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Unterstützter der Reichenbacher Vereine verstorben

Ein im örtlichen Vereinsleben außergewöhnlich engagierter Reichenbacher ist tot. Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung fand jetzt in der evangelischen Kirche der Gedenkgottesdienst für den besonders im Rassegeflügelzuchtverein und im Männergesangverein Eintracht aktiven Helmut Kaffenberger statt.

Kaffenberger („Lene-Bu“) wurde 1937 in Reichenbach geboren. Hier ging er zur Schule, hier wurde er konfirmiert und erlernte den Beruf des Weißbinders. 1958 heiratete er seine Frau Betty geborene Kindinger und baute sich mit ihr ein Eigenheim „Auf der Insel“. Das Paar freute sich über drei Kinder und vier Enkel.

Bereits mit 17 Jahren sang Helmut Kaffenberger im Männergesangverein Eintracht den zweiten Bass. Er fehlte bei kaum einer Singstunde, wurde zusammen mit seinem Bruder Ludwig nahezu jedes Jahr für seinen treuen Übungsstundenbesuch geehrt und arbeitete über 20 Jahre im Vorstand mit. Bei den großen Vereinsjubiläen 1962 und 2012 war er aktiv dabei.

Seine große Aufmerksamkeit galt täglich seinen Kleintieren, die er erfolgreich bei den Ausstellungen des Rassegeflügelzuchtvereins Reichenbach und Umgebung präsentierte. Auch hier arbeitete er jahrzehntelang im Vorstand mit und war besonders beim hundertsten Jubiläum 2011 mit großem Engagement und Sachverstand dabei.

Beim von Pfarrer Michael Klesy zelebrierten Gedenkgottesdienst waren dann auch zahlreiche Aktive der beiden Vereine mit ihren Vorsitzenden Helmut Fassinger und Peter Kaffenberger vertreten. Die Eintracht gedachte mit einem Liedvortrag ihrem Sangesbruder und würdigte die großen Verdienste des Ehrenmitgliedes.

(Foto/Text: he)

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70. Geburtstag feierte Heinz Eichhorn

Seinen 70. Geburtstag feierte im Oberdorf Heinz Eichhorn. Der Jubilar wurde in Reichenbach geboren, von Pfarrer Georg Mager getauft und konfirmiert, ging hier und in Bensheim zur Schule und erlernte den Beruf des Industriekaufmanns. Er war Verwaltungsleiter einer bundesweit tätigen Organisation und Geschäftsführer einer gemeinnützigen Einrichtung mit über 150 Mitarbeitern.

1966 heiratete er die Gadernheimerin Waltraud Horn, hat mit ihr zwei Kinder und beide freuen sich über fünf Enkelkinder. Den Verschönerungsverein half Eichhorn 1974 zu gründen und führte ihn von 2000 bis 2016 als Vorsitzender. Kommunalpolitisch war er 23 Jahre im Ortsbeirat Reichenbach aktiv, davon 19 Jahre als Ortsvorsteher. Besonders mitgewirkt hat er an der Neuausrichtung der touristischen Entwicklung am Felsenmeer und bei der Umsetzung des Programms der Einfachen Stadterneuerung in der Reichenbacher Dorfmitte.

Heinz Eichhorn gehörte 32 Jahre dem Gemeindeparlament an, davon 16 Jahre als Fraktionsvorsitzender der SPD, führte neun Jahre die SPD Lautertal und rund 25 Jahre die SPD Reichenbach. Seit knapp 20 Jahren ist er Vorsitzender des DGB-Ortsverbandes, ist Kreisschatzmeister des DRK und heute noch Mitglied vieler  örtlicher Vereine, darunter insbesondere des SSV, dem er seit 1958 angehört. Für seine zahlreichen ehrenamtlichen Verdienste erhielt Eichhorn den Landesehrenbrief und 2003 für die gezielte Förderung der Zusammenarbeit von Arbeitgebern und Arbeitnehmern das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Zum runden Geburtstag gratulierten neben der Familie und einer großen Zahl langjähriger Freunde besonders Bürgermeister Jürgen Kaltwasser, VVR-Vorsitzende Simone Meister, der Ehrenvorsitzende der Vogelschützer Dieter Oster mit Gattin Renate, Angelsportvereins-Vorsitzender Rolf Herbold mit Gattin Inge, sowie SSV-Vorsitzender Manfred Preuß. Die Sardinien-Fahrer des VVR schickten aus der Ferne eine Glückwunschbotschaft.

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Peter Schuster – ein Gewinn für die Gemeinde

Bürgermeister Jürgen Kaltwasser würdigte Jugendpfleger Peter Schusters 25-jähriges Dienstjubiläum in einer kleinen Feierstunde.

Selbst in Zeiten des Rettungsschirmes und leerer Kassen habe niemand die Stelle des Jugendpflegers der Gemeinde Lautertal, Peter Schuster, in Frage gestellt, so Bürgermeister Jürgen Kaltwasser in seiner Laudatio zum 25-jährigen Dienstjubiläum von Peter Schuster. Zusammen mit der Verwaltungsspitze und dem Personalrat überreichter das Gemeindeoberhaupt die entsprechende Urkunde, ein Präsent und einen Blumenstrauß an Schusters Ehefrau, Brigitte Lachnit.

Schuster habe nach der Mittleren Reife eine Ausbildung zum Industriekaufmann durchlaufen und die Fachhochschulreife erlangt. Sein Studium an der Fachhochschule in Frankfurt zum Diplom- Sozialpädagogen, so Kaltwasser, habe der gemeindliche Jugendpfleger mit der Note 1,1 abgeschlossen. Bis Mitte 1992 schloss sich ein Praktisches Jahr  zum staatlich anerkannten Dipl. Sozialpädagogen beim Verein für Jugendfürsorge und Jugendpflege in Gießen an. Danach war er Koordinator und Gruppenleiter in einem Kinder- und Jugendwohnheim in Gießen tätig. Die Funktion als Pädagogischer Leiter und stellvertretender Heimleiter eines Kinder- und Jugendhauses hatte Schuster bis Ende 2002 in Berlin und Eisenhüttenstadt inne. Im Januar 2003 trat er die vakant gewordene Stelle des Jugendpflegers der Gemeinde Lautertal an.

Schuster versieht auch das Amt des Personalrat Vorsitzenden und falle durch fast keine Fehlzeiten wegen Krankheit auf, was, so Kaltwasser zeige, dass er gerne seine Arbeit versehe und Freude an seinen Aufgaben habe. Als Jugendpfleger genieße Schuster einen hervorragenden Ruf in der ganzen Region. So gingen immer wieder Anfragen aus anderen Kommunen ein, die ihn um Rat fragten oder er helfe anderen Gemeinden bei der Einrichtung von Jugendzentren oder Jugendpflege.

Ein ganz besonders erfolgreiches Betätigungsfeld seien die von Schuster organisierten Ferienspiele, wobei Kaltwasser auch die große Unterstützung durch Lautertaler Vereine lobte. Der „Allrounder“ Peter Schuster pflege eine großartige Zusammenarbeit mit den Kindergärten und Schulen und genieße das Vertrauen des Gemeindevorstandes, der Gemeindevertretung der Eltern und Kinder. Dank für die gute Zusammenarbeit sprach die stellvertretende Personalratsvorsitzende Romina Kaffenberger dem Jubilar aus. APEG-Ehrenmitglied Walter Koepff dankte dem Lautertaler Jugendpfleger für sein großartiges Engagement in Sachen Völkerverständigung. Aus den von ihm  organisierten Jugendcamps sei jetzt die Verschwisterung Lautertals mit Dogliani zustande gekommen. Bevor auf das Jubiläum angestoßen wurde, bedankte sich Peter Schuster für die lieben Worte. Er habe keine Sekunde bereut die Stelle in Lautertal angetreten zu haben.

(koe/Foto: koe)

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Gekröntes Haupt im Goldenen Buch

Zur Eintragung ins Goldene Buch hatte Lautertals Bürgermeister Jürgen Kaltwasser die aus Reichenbach stammende Hessische Rapsblütenkönigin Katharina I. ins Rathaus eingeladen. Er freue sich, so Kaltwasser, eine Königin im Hause begrüßen zu können, was ja nicht alltäglich sei. Die beim Hessischen Bauerntag in Bad Hersfeld in diesem Jahr gekürte neue Rapsblütenkönigin ist seit ihrer Kindheit mit der Landwirtschaft eng verbunden und lebt heute auf dem Seehof bei Lorsch, wo sie mit ihrem Freund unter anderem eine Milchtankstelle betreibt. Sie studiert „Agrarwissenschaften mit Schwerpunkt Nutzpflanzenwissenschaften“ an der Justus- Liebig Universität, Gießen, wo sie Ende September dieses Jahres ihren Master-Abschluss schaffen möchte.

Auch in ihrer näheren Umgebung ist Katharina I. in Sachen Landwirtschaft tätig. So hat sie schon Volkshochschulkurse „Rund um die Milch“ für Kinder und Geburtstagsfeiern auf dem Bauernhof angeboten. Von der an dem Hof erzeugten Rohmilch kann sie nur schwärmen. Entweder als Getränk oder in Eiscreme, Pudding oder Brei schmecke sie unvergleichlich besser, als das, was man im Tetra-Pack kaufen könne. Bei solchen Aktionen geht es ihr darum, ein positives Bild von der Landwirtschaft zu vermitteln. Daher kommt sie gerne zu Veranstaltungen wie Erntedankfeste, Tagen des offenen Hofes und Versammlungen von Landwirten. Entsprechende Anfragen und Terminwünsche können an den Hessischen Bauernverband unter der Tel. 06172/7106-112/-113, E-Mail: hbv@agrinet.de, gerichtet werden.

Nach der Eintragung ins Goldene Buch der Gemeinde Lautertal überreichte der Bürgermeister Katharina Schuch einen Blumenstrauß. Sie revanchierte sich mit einer persönlich gewidmeten Autogrammkarte. Diese Karten sind jetzt auch im Foyer des Rathauses in Reichenbach zu erhalten.

(koe/Foto: koe)

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Auf ein Neues

Nach Abschluss des ersten Anfänger PC-Kurses für Senioren konnte Lautertals Seniorenbeiratsvorsitzender Albrecht Kaffenberger (2.v.l.) erneut zahlreiche Interessenten zu einem Informationsgesprächs mit Ingo Walter (r.) im Foyer der Lautertalhalle begrüßen. Ziel dieser Kurse sei es, auch ältere Mitbürger mittels PC Zugang zum Rest der Welt zu ermöglichen. Besonders wenn ältere Menschen allein oder nicht mehr mobil sind, könnten sie per Internet mit Freunden und Verwandten in Kontakt bleiben.

Bei dem Einsteigerkurs gehe es vor allem darum erst einmal Grundlagen zu vermitteln. In dem ebenfalls angebotenen Fortgeschrittenenkurs werden dann Dinge wie Internetbanking. Albrecht verteilte noch eine Broschüre als Wegweiser durch die digitale Welt sowie ein Heft zu dem im Oktober stattfindenden Film-Festival der Generationen.

Ingo Walter dankte dem Seniorenbeiratsvorsitzenden für die Unterstützung bei seiner Arbeit in Lautertal. Ursprünglich, so Walter, habe er Lehrer werden wollen, aber damals keine Anstellung gefunden, so dass er sich der IT-Landschaft zugewandt habe und seither bei Banken und Internetprovidern tätig war. Den neuen Kursteilnehmern stellte er kurz sein Programm vor. Man werde, um allen eine einheitliche Umgebung auf dem PC zu verschaffen, mit dem Betriebssystem Linux arbeiten.

(koe/Bild: koe)

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Kunstrasenplatz eine „Erfolgsgeschichte“

Einweihung am 02. Oktober 2011
Einweihung am 02. Oktober 2011 (Foto: Boris Ertl)

Reichenbach: „Mit dem Kunstrasenplatz kamen neue Spieler und sportliche Erfolge zur Sänger- und Sportvereinigung (SSV). Die hohen Investitionen und das finanzielle Risiko haben sich bezahlt gemacht“, meinen die Verantwortlichen der SSV und zeigten sich sehr zufrieden mit der Entwicklung der Anlage unterhalb des Felsenmeeres und den sportlichen Erfolgen der letzten Jahre.

Bei einer Begehung mit Bürgermeister Jürgen Kaltwasser (SPD), dem früheren Bezirksfußballwart Rolf Herbold, sowie einigen Mandatsträgern erinnerte SSV-Rechner Klaus Ertl an die Ausgangslage vor sieben Jahren. Damals hätte sich der Verein zwischen Hartplatz und Flohmärkten auf diesem und einem Aufbruch hin zu einer neuen Anlage mit veränderten Rahmenbedingungen entscheiden müssen. Trotz finanziellem Risiko habe sich der SSV für die Zukunft entschieden.

Dabei hätten die Verantwortlichen Glück gehabt mit der bauausführenden Firma. Da neu im Geschäft, hätte diese den Platz als Vorzeigeobjekt für künftige Auftraggeber hergerichtet. Dies habe für die SSV bestes Material zu günstigen Konditionen bedeutet. Auch fünf Jahre nach Inbetriebnahme sei kaum ein Verschleiß festzustellen. Durch einen guten Unterbau ist der Platz immer noch angenehm weich, gelenkschonend also besonders auch für ältere Spieler. Die Bauausführung sei von SSV-Mitglied Uwe Füchtenkordt fachlich begleitet worden. Auch dies habe mit dazu beigetragen, dass der Platz ein „Vorzeigeobjekt sogar auf Kreisebene“ wäre.

Finanziell, so Ertl, sei die SSV „aus dem Schneider“. Zu den Gesamtkosten von rund 230.000 Euro hätten extern besonders die Gemeinde Lautertal mit 80.000 Euro, das Land Hessen mit 60.000 Euro und der Landessportbund mit 10.000 Euro beigetragen. 30.000 Euro hätten 90 Mitglieder und Freunde des Vereins als Spenden gegeben, weitere Kosten hätte die SSV mit vielen engagierten Mitgliedern als Eigenleistung abdecken können. Die Differenz in Form eines „kleinen Darlehens“ sei inzwischen weitgehend abgetragen, so dass die Baumaßnahme nach fünf Jahren auch finanziell nahezu abgeschlossen ist.

Thorsten Bitsch, aktiver Spieler und seit kurzem auch stellvertretender SSV-Vorsitzender, bewertete den Kunstrasenplatz als „sportliche Erfolgsgeschichte“. Mit dem neuen Platz wären gleich acht Jugendliche in den Seniorenbereich gewechselt und spielten dort größtenteils mit einer ganzen Reihe von Neuzugängen in der Ersten Mannschaft. Diese wäre inzwischen aus der C-Klasse in die B-Klasse aufgestiegen und spiele dort nun schon in der zweiten Saison um die Meisterschaft mit, eine für die SSV früher undenkbare Entwicklung.

Neben den Spielrunden hätten die Rot-Weißen aber auch in Turnieren überzeugt. So konnte sie jetzt ihren letztjährigen Pokalerfolg beim Lautertal-Turnier verteidigen. Beim eigenen „Jakob-Röder-Gedächtnisturnier“ stehe sie nahezu in jedem Jahr auf dem „Treppchen“ und sogar bei den BA-Hallenmasters in Bensheim konnte die SSV schon den Siegerpokal mit nach Hause nehmen. Die gute Entwicklung bestätige zudem die Lautertaler 1-b-Mannschaft, die inzwischen ausschließlich mit Spielern des SSV bestückt und deshalb auch in SSV II umbenannt worden sei.

Was ein guter Kunstrasenplatz auch fußballerisch bedeuten kann, machte der langjährige Trainer Rolf Herbold deutlich. Früher wären die „odenwälder Hartplatzkicker“ auf den Rasenplätzen im Ried und im Kreis Darmstadt oft hoffnungslos unterlegen gewesen. Mit den neuen Plätzen hätten sich jedoch das Passspiel und die Technik aller Mannschaften erheblich verbessert. Heute wären die Odenwälder Fußballer überall ernstzunehmende Gegner.

Ein positives Fazit über die jetzt fünf Rasen- und Kunstrasenplätze im Lautertal zog auch Bürgermeister Jürgen Kaltwasser. Mit den Zuschüssen und den Pflegevereinbarungen mit den Vereinen habe die Gemeinde letztlich Geld gespart. Zusammen mit der sportlichen Weiterentwicklung der Teams hätten also beide Vertragspartner von der Entwicklung profitiert. (he)

Vor fünf Jahren wurde aus dem Tennenplatz der SSV Reichenbach ein Kunstrasenplatz.
Vor fünf Jahren wurde aus dem Tennenplatz der SSV Reichenbach ein Kunstrasenplatz. (Foto: he)

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