Mitteilungen

"Neues aus dem Tal" - Jubiläen, Ehrungen, Berichte

Seniorenfahrten weiterhin sehr beliebt

(Foto: Rudi Müllerklein)

Hoch her ging es bei der Jahresabschlussfahrt der Lautertaler Senioren. Der Pfälzer Wein bekam den Teilnehmern offenbar so gut, dass sich in guter Stimmung gleich mehrere unter der Anleitung von „Kapellmeister“ Hans Seibt (Ober-Beerbach) als Sänger versuchten, wie unsere Aufnahme zeigt.

Eingekehrt waren die Mitfahrer aus allen Lautertaler Ortsteilen im Weingut und der Gaststätte „Sonnenhof“ von Karl Schäfer in Bockenheim, einem Ortsteil der Verbandsgemeinde Grünstadt. Das Dorf wurde bereits in einer Schenkungsniederschrift des Klosters Lorsch am 7. Juni 770 erstmals urkundlich erwähnt, ist also wie viele Dörfer in Rheinhessen und der Pfalz älter als die Siedlungen im Odenwald.

Im „Sonnenhof“ hatte der Organisator der Seniorenausflüge, Rudi Müllerklein aus Beedenkirchen, schon in den Anfangszeiten des mit Staatsehrenpreisen gewürdigten Weinguts „Musik gemacht“. Auch diesmal griff er in die Tasten und spielte mit Hans Seibt zum Tanz auf. Dieses Angebot nahmen die Seniorinnen und Senioren gerne an. Nach einem schmackhaften Essen und süffigem Pfälzer Wein waren sie schnell in Stimmung gekommen und wollten auch nach dem „Zapfenstreich“ das Lokal noch nicht verlassen.

Zu Beginn der Halbtagesfahrt besichtigte die Gruppe das Schloss Herrnsheim nördlich von Worms. Es wurde bereits 1460 als Burg erbaut und um 1700 in ein barockes Schloss umgewandelt. Nach schweren Beschädigungen baute Architekt Jakob Friedrich Dyckerhoff die Gebäude im Empire-Stil in das heutige Schloss um. 1840 wurde es nochmals wesentlich verändert. Herausragend der 1790 neu angelegte, weitläufige Park. Er wurde in Form eines englischen Gartens mit großen Wiesenflächen, Waldstücken, Teichen und Inseln eindrucksvoll gestaltet. Das besondere Interesse der Senioren erweckte die in über 20-jähriger Arbeit erstellte Nachbildung der „Dolomitenstraße“.

Die Herren von Dahlberg veräußerten das Schloss 1883 an die bekannte Wormser Industriellenfamilie des Freiherrn von Heyl, die es in den 1950-er Jahren an die Stadt Worms verkaufte. Heute dient der Park in erster Linie als Naherholungsgebiet für die Menschen in Worms und Umgebung. Freitags und samstags kann im Schloss und somit in außergewöhnlichem Ambiente geheiratet werden.

Die Lautertaler Senioren ließen sich im Schlosscafe frischen Kaffee und Torten munden. Dort zog Reiseleiter Rudi Müllerklein mit seinem „Compagnon“ Karl Schneider (Lautern) auch ein positives Resümee der von der Gemeinde angebotenen diesjährigen Seniorenfahrten. So wurden sieben Halbtages- und Ganztagsfahrten durchgeführt, die überwiegend gut frequentiert waren. Kritik übte Müllerklein an dem nicht immer verlässlichen Verhalten einiger potentieller Mitfahrer. Wer sich angemeldet habe, sollte auch tatsächlich teilnehmen und der Fahrt nicht unentschuldigt fernbleiben. Damit würden Teilnehmerplätze blockiert und Mitfahrer auf der Warteliste von der Fahrt abgehalten.

In Zusammenarbeit mit Bürgermeister Jürgen Kaltwasser habe er bereits das Programm für 2017 zusammengestellt. Es sehe wieder sieben Halbtages- und Ganztagesfahrten, sowie zwei Treffen in der Lautertalhalle vor. Das Fahrtenprogramm gehe rechtzeitig im Frühjahr allen Lautertaler Senioren zu. Die Anmeldungen könnten weiterhin über die Gemeinde (Frau Keller) vorgenommen werden.

(Text: he)

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Unterstützter der Reichenbacher Vereine verstorben

Ein im örtlichen Vereinsleben außergewöhnlich engagierter Reichenbacher ist tot. Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung fand jetzt in der evangelischen Kirche der Gedenkgottesdienst für den besonders im Rassegeflügelzuchtverein und im Männergesangverein Eintracht aktiven Helmut Kaffenberger statt.

Kaffenberger („Lene-Bu“) wurde 1937 in Reichenbach geboren. Hier ging er zur Schule, hier wurde er konfirmiert und erlernte den Beruf des Weißbinders. 1958 heiratete er seine Frau Betty geborene Kindinger und baute sich mit ihr ein Eigenheim „Auf der Insel“. Das Paar freute sich über drei Kinder und vier Enkel.

Bereits mit 17 Jahren sang Helmut Kaffenberger im Männergesangverein Eintracht den zweiten Bass. Er fehlte bei kaum einer Singstunde, wurde zusammen mit seinem Bruder Ludwig nahezu jedes Jahr für seinen treuen Übungsstundenbesuch geehrt und arbeitete über 20 Jahre im Vorstand mit. Bei den großen Vereinsjubiläen 1962 und 2012 war er aktiv dabei.

Seine große Aufmerksamkeit galt täglich seinen Kleintieren, die er erfolgreich bei den Ausstellungen des Rassegeflügelzuchtvereins Reichenbach und Umgebung präsentierte. Auch hier arbeitete er jahrzehntelang im Vorstand mit und war besonders beim hundertsten Jubiläum 2011 mit großem Engagement und Sachverstand dabei.

Beim von Pfarrer Michael Klesy zelebrierten Gedenkgottesdienst waren dann auch zahlreiche Aktive der beiden Vereine mit ihren Vorsitzenden Helmut Fassinger und Peter Kaffenberger vertreten. Die Eintracht gedachte mit einem Liedvortrag ihrem Sangesbruder und würdigte die großen Verdienste des Ehrenmitgliedes.

(Foto/Text: he)

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70. Geburtstag feierte Heinz Eichhorn

Seinen 70. Geburtstag feierte im Oberdorf Heinz Eichhorn. Der Jubilar wurde in Reichenbach geboren, von Pfarrer Georg Mager getauft und konfirmiert, ging hier und in Bensheim zur Schule und erlernte den Beruf des Industriekaufmanns. Er war Verwaltungsleiter einer bundesweit tätigen Organisation und Geschäftsführer einer gemeinnützigen Einrichtung mit über 150 Mitarbeitern.

1966 heiratete er die Gadernheimerin Waltraud Horn, hat mit ihr zwei Kinder und beide freuen sich über fünf Enkelkinder. Den Verschönerungsverein half Eichhorn 1974 zu gründen und führte ihn von 2000 bis 2016 als Vorsitzender. Kommunalpolitisch war er 23 Jahre im Ortsbeirat Reichenbach aktiv, davon 19 Jahre als Ortsvorsteher. Besonders mitgewirkt hat er an der Neuausrichtung der touristischen Entwicklung am Felsenmeer und bei der Umsetzung des Programms der Einfachen Stadterneuerung in der Reichenbacher Dorfmitte.

Heinz Eichhorn gehörte 32 Jahre dem Gemeindeparlament an, davon 16 Jahre als Fraktionsvorsitzender der SPD, führte neun Jahre die SPD Lautertal und rund 25 Jahre die SPD Reichenbach. Seit knapp 20 Jahren ist er Vorsitzender des DGB-Ortsverbandes, ist Kreisschatzmeister des DRK und heute noch Mitglied vieler  örtlicher Vereine, darunter insbesondere des SSV, dem er seit 1958 angehört. Für seine zahlreichen ehrenamtlichen Verdienste erhielt Eichhorn den Landesehrenbrief und 2003 für die gezielte Förderung der Zusammenarbeit von Arbeitgebern und Arbeitnehmern das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Zum runden Geburtstag gratulierten neben der Familie und einer großen Zahl langjähriger Freunde besonders Bürgermeister Jürgen Kaltwasser, VVR-Vorsitzende Simone Meister, der Ehrenvorsitzende der Vogelschützer Dieter Oster mit Gattin Renate, Angelsportvereins-Vorsitzender Rolf Herbold mit Gattin Inge, sowie SSV-Vorsitzender Manfred Preuß. Die Sardinien-Fahrer des VVR schickten aus der Ferne eine Glückwunschbotschaft.

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Peter Schuster – ein Gewinn für die Gemeinde

Bürgermeister Jürgen Kaltwasser würdigte Jugendpfleger Peter Schusters 25-jähriges Dienstjubiläum in einer kleinen Feierstunde.

Selbst in Zeiten des Rettungsschirmes und leerer Kassen habe niemand die Stelle des Jugendpflegers der Gemeinde Lautertal, Peter Schuster, in Frage gestellt, so Bürgermeister Jürgen Kaltwasser in seiner Laudatio zum 25-jährigen Dienstjubiläum von Peter Schuster. Zusammen mit der Verwaltungsspitze und dem Personalrat überreichter das Gemeindeoberhaupt die entsprechende Urkunde, ein Präsent und einen Blumenstrauß an Schusters Ehefrau, Brigitte Lachnit.

Schuster habe nach der Mittleren Reife eine Ausbildung zum Industriekaufmann durchlaufen und die Fachhochschulreife erlangt. Sein Studium an der Fachhochschule in Frankfurt zum Diplom- Sozialpädagogen, so Kaltwasser, habe der gemeindliche Jugendpfleger mit der Note 1,1 abgeschlossen. Bis Mitte 1992 schloss sich ein Praktisches Jahr  zum staatlich anerkannten Dipl. Sozialpädagogen beim Verein für Jugendfürsorge und Jugendpflege in Gießen an. Danach war er Koordinator und Gruppenleiter in einem Kinder- und Jugendwohnheim in Gießen tätig. Die Funktion als Pädagogischer Leiter und stellvertretender Heimleiter eines Kinder- und Jugendhauses hatte Schuster bis Ende 2002 in Berlin und Eisenhüttenstadt inne. Im Januar 2003 trat er die vakant gewordene Stelle des Jugendpflegers der Gemeinde Lautertal an.

Schuster versieht auch das Amt des Personalrat Vorsitzenden und falle durch fast keine Fehlzeiten wegen Krankheit auf, was, so Kaltwasser zeige, dass er gerne seine Arbeit versehe und Freude an seinen Aufgaben habe. Als Jugendpfleger genieße Schuster einen hervorragenden Ruf in der ganzen Region. So gingen immer wieder Anfragen aus anderen Kommunen ein, die ihn um Rat fragten oder er helfe anderen Gemeinden bei der Einrichtung von Jugendzentren oder Jugendpflege.

Ein ganz besonders erfolgreiches Betätigungsfeld seien die von Schuster organisierten Ferienspiele, wobei Kaltwasser auch die große Unterstützung durch Lautertaler Vereine lobte. Der „Allrounder“ Peter Schuster pflege eine großartige Zusammenarbeit mit den Kindergärten und Schulen und genieße das Vertrauen des Gemeindevorstandes, der Gemeindevertretung der Eltern und Kinder. Dank für die gute Zusammenarbeit sprach die stellvertretende Personalratsvorsitzende Romina Kaffenberger dem Jubilar aus. APEG-Ehrenmitglied Walter Koepff dankte dem Lautertaler Jugendpfleger für sein großartiges Engagement in Sachen Völkerverständigung. Aus den von ihm  organisierten Jugendcamps sei jetzt die Verschwisterung Lautertals mit Dogliani zustande gekommen. Bevor auf das Jubiläum angestoßen wurde, bedankte sich Peter Schuster für die lieben Worte. Er habe keine Sekunde bereut die Stelle in Lautertal angetreten zu haben.

(koe/Foto: koe)

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Gekröntes Haupt im Goldenen Buch

Zur Eintragung ins Goldene Buch hatte Lautertals Bürgermeister Jürgen Kaltwasser die aus Reichenbach stammende Hessische Rapsblütenkönigin Katharina I. ins Rathaus eingeladen. Er freue sich, so Kaltwasser, eine Königin im Hause begrüßen zu können, was ja nicht alltäglich sei. Die beim Hessischen Bauerntag in Bad Hersfeld in diesem Jahr gekürte neue Rapsblütenkönigin ist seit ihrer Kindheit mit der Landwirtschaft eng verbunden und lebt heute auf dem Seehof bei Lorsch, wo sie mit ihrem Freund unter anderem eine Milchtankstelle betreibt. Sie studiert „Agrarwissenschaften mit Schwerpunkt Nutzpflanzenwissenschaften“ an der Justus- Liebig Universität, Gießen, wo sie Ende September dieses Jahres ihren Master-Abschluss schaffen möchte.

Auch in ihrer näheren Umgebung ist Katharina I. in Sachen Landwirtschaft tätig. So hat sie schon Volkshochschulkurse „Rund um die Milch“ für Kinder und Geburtstagsfeiern auf dem Bauernhof angeboten. Von der an dem Hof erzeugten Rohmilch kann sie nur schwärmen. Entweder als Getränk oder in Eiscreme, Pudding oder Brei schmecke sie unvergleichlich besser, als das, was man im Tetra-Pack kaufen könne. Bei solchen Aktionen geht es ihr darum, ein positives Bild von der Landwirtschaft zu vermitteln. Daher kommt sie gerne zu Veranstaltungen wie Erntedankfeste, Tagen des offenen Hofes und Versammlungen von Landwirten. Entsprechende Anfragen und Terminwünsche können an den Hessischen Bauernverband unter der Tel. 06172/7106-112/-113, E-Mail: hbv@agrinet.de, gerichtet werden.

Nach der Eintragung ins Goldene Buch der Gemeinde Lautertal überreichte der Bürgermeister Katharina Schuch einen Blumenstrauß. Sie revanchierte sich mit einer persönlich gewidmeten Autogrammkarte. Diese Karten sind jetzt auch im Foyer des Rathauses in Reichenbach zu erhalten.

(koe/Foto: koe)

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Auf ein Neues

Nach Abschluss des ersten Anfänger PC-Kurses für Senioren konnte Lautertals Seniorenbeiratsvorsitzender Albrecht Kaffenberger (2.v.l.) erneut zahlreiche Interessenten zu einem Informationsgesprächs mit Ingo Walter (r.) im Foyer der Lautertalhalle begrüßen. Ziel dieser Kurse sei es, auch ältere Mitbürger mittels PC Zugang zum Rest der Welt zu ermöglichen. Besonders wenn ältere Menschen allein oder nicht mehr mobil sind, könnten sie per Internet mit Freunden und Verwandten in Kontakt bleiben.

Bei dem Einsteigerkurs gehe es vor allem darum erst einmal Grundlagen zu vermitteln. In dem ebenfalls angebotenen Fortgeschrittenenkurs werden dann Dinge wie Internetbanking. Albrecht verteilte noch eine Broschüre als Wegweiser durch die digitale Welt sowie ein Heft zu dem im Oktober stattfindenden Film-Festival der Generationen.

Ingo Walter dankte dem Seniorenbeiratsvorsitzenden für die Unterstützung bei seiner Arbeit in Lautertal. Ursprünglich, so Walter, habe er Lehrer werden wollen, aber damals keine Anstellung gefunden, so dass er sich der IT-Landschaft zugewandt habe und seither bei Banken und Internetprovidern tätig war. Den neuen Kursteilnehmern stellte er kurz sein Programm vor. Man werde, um allen eine einheitliche Umgebung auf dem PC zu verschaffen, mit dem Betriebssystem Linux arbeiten.

(koe/Bild: koe)

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Kunstrasenplatz eine „Erfolgsgeschichte“

Einweihung am 02. Oktober 2011
Einweihung am 02. Oktober 2011 (Foto: Boris Ertl)

Reichenbach: „Mit dem Kunstrasenplatz kamen neue Spieler und sportliche Erfolge zur Sänger- und Sportvereinigung (SSV). Die hohen Investitionen und das finanzielle Risiko haben sich bezahlt gemacht“, meinen die Verantwortlichen der SSV und zeigten sich sehr zufrieden mit der Entwicklung der Anlage unterhalb des Felsenmeeres und den sportlichen Erfolgen der letzten Jahre.

Bei einer Begehung mit Bürgermeister Jürgen Kaltwasser (SPD), dem früheren Bezirksfußballwart Rolf Herbold, sowie einigen Mandatsträgern erinnerte SSV-Rechner Klaus Ertl an die Ausgangslage vor sieben Jahren. Damals hätte sich der Verein zwischen Hartplatz und Flohmärkten auf diesem und einem Aufbruch hin zu einer neuen Anlage mit veränderten Rahmenbedingungen entscheiden müssen. Trotz finanziellem Risiko habe sich der SSV für die Zukunft entschieden.

Dabei hätten die Verantwortlichen Glück gehabt mit der bauausführenden Firma. Da neu im Geschäft, hätte diese den Platz als Vorzeigeobjekt für künftige Auftraggeber hergerichtet. Dies habe für die SSV bestes Material zu günstigen Konditionen bedeutet. Auch fünf Jahre nach Inbetriebnahme sei kaum ein Verschleiß festzustellen. Durch einen guten Unterbau ist der Platz immer noch angenehm weich, gelenkschonend also besonders auch für ältere Spieler. Die Bauausführung sei von SSV-Mitglied Uwe Füchtenkordt fachlich begleitet worden. Auch dies habe mit dazu beigetragen, dass der Platz ein „Vorzeigeobjekt sogar auf Kreisebene“ wäre.

Finanziell, so Ertl, sei die SSV „aus dem Schneider“. Zu den Gesamtkosten von rund 230.000 Euro hätten extern besonders die Gemeinde Lautertal mit 80.000 Euro, das Land Hessen mit 60.000 Euro und der Landessportbund mit 10.000 Euro beigetragen. 30.000 Euro hätten 90 Mitglieder und Freunde des Vereins als Spenden gegeben, weitere Kosten hätte die SSV mit vielen engagierten Mitgliedern als Eigenleistung abdecken können. Die Differenz in Form eines „kleinen Darlehens“ sei inzwischen weitgehend abgetragen, so dass die Baumaßnahme nach fünf Jahren auch finanziell nahezu abgeschlossen ist.

Thorsten Bitsch, aktiver Spieler und seit kurzem auch stellvertretender SSV-Vorsitzender, bewertete den Kunstrasenplatz als „sportliche Erfolgsgeschichte“. Mit dem neuen Platz wären gleich acht Jugendliche in den Seniorenbereich gewechselt und spielten dort größtenteils mit einer ganzen Reihe von Neuzugängen in der Ersten Mannschaft. Diese wäre inzwischen aus der C-Klasse in die B-Klasse aufgestiegen und spiele dort nun schon in der zweiten Saison um die Meisterschaft mit, eine für die SSV früher undenkbare Entwicklung.

Neben den Spielrunden hätten die Rot-Weißen aber auch in Turnieren überzeugt. So konnte sie jetzt ihren letztjährigen Pokalerfolg beim Lautertal-Turnier verteidigen. Beim eigenen „Jakob-Röder-Gedächtnisturnier“ stehe sie nahezu in jedem Jahr auf dem „Treppchen“ und sogar bei den BA-Hallenmasters in Bensheim konnte die SSV schon den Siegerpokal mit nach Hause nehmen. Die gute Entwicklung bestätige zudem die Lautertaler 1-b-Mannschaft, die inzwischen ausschließlich mit Spielern des SSV bestückt und deshalb auch in SSV II umbenannt worden sei.

Was ein guter Kunstrasenplatz auch fußballerisch bedeuten kann, machte der langjährige Trainer Rolf Herbold deutlich. Früher wären die „odenwälder Hartplatzkicker“ auf den Rasenplätzen im Ried und im Kreis Darmstadt oft hoffnungslos unterlegen gewesen. Mit den neuen Plätzen hätten sich jedoch das Passspiel und die Technik aller Mannschaften erheblich verbessert. Heute wären die Odenwälder Fußballer überall ernstzunehmende Gegner.

Ein positives Fazit über die jetzt fünf Rasen- und Kunstrasenplätze im Lautertal zog auch Bürgermeister Jürgen Kaltwasser. Mit den Zuschüssen und den Pflegevereinbarungen mit den Vereinen habe die Gemeinde letztlich Geld gespart. Zusammen mit der sportlichen Weiterentwicklung der Teams hätten also beide Vertragspartner von der Entwicklung profitiert. (he)

Vor fünf Jahren wurde aus dem Tennenplatz der SSV Reichenbach ein Kunstrasenplatz.
Vor fünf Jahren wurde aus dem Tennenplatz der SSV Reichenbach ein Kunstrasenplatz. (Foto: he)

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Zwei Goldene Hochzeiten in Reichenbach

(Foto: Friedrich Krichbaum)

Gleich zwei Ehepaare feierten am Wochenende Goldene Hochzeit in der evangelischen Kirche. Vor 50 Jahren heirateten Hannelore Riedling und Helmut Fassinger, sowie Waltraud Horn und Heinz Eichhorn. Pfarrer Thomas Blöcher zelebrierte die Gottesdienste. Er hob hervor, dass beide Ehepaare als wohl erste Generation im Odenwald immer in Frieden, Freiheit und wirtschaftlichem Wohlstand leben durften, ein Geschenk Gottes, das vielen Generationen vorher nicht zu Teil wurde.

Hannelore Riedling und Heinz Eichhorn wurden beide in Reichenbach geboren, gingen hier gemeinsam zur Schule und wurden 1961 von Pfarrer Georg Mager konfirmiert. Helmut Fassinger kam mit seiner Familie 1946 aus der Slowakei als Heimatvertriebener nach Reichenbach, Waltraud Eichhorns Mutter war eine Heimatvertriebene aus Olmütz/CSR. Aus den 1966 geschlossenen Ehen gingen jeweils zwei Kinder hervor, heute freuen sich die Großeltern über sieben und fünf Enkelkinder.

Alle vier Jubilare waren und sind vielfach ehrenamtlich für ihre Heimatgemeinde und darüber hinaus aktiv. So arbeitete Hannelore Fassinger im Vorstand der Kirchengemeinde Reichenbach mit und unterstützte über Jahrzehnte hinweg den TSV. Waltraud Eichhorn ist Gewerkschaftsmitglied, trieb Gymnastik beim SSV und fördert schon über 40 Jahre die Ziele der SPD.

Helmut Fassinger jagte beim TSV erfolgreich dem runden Leder nach, stand 40 Jahre lang dem Kreisverband Bergstraße der Rassegeflügelzüchter vor und führt noch heute den Rassegeflügelzuchtverein Reichenbach und Umgebung. Heinz Eichhorn war 19 Jahre lang Ortsvorsteher in Reichenbach, stand den Gliederungen der SPD in Reichenbach und Lautertal, sowie der SPD-Fraktion vor. Seit 1997 ist er Vorsitzender des DGB-Ortsverbandes und achtet als Schatzmeister des DRK-Kreisverbandes Bergstraße auf dessen Finanzen.

Alle vier Jubilare eint ihre Mitgliedschaft im örtlichen Verschönerungsverein (VVR). Dort tragen sie seit über einem Jahrzehnt die odenwälder Tracht. Helmut Fassinger ist zudem Beisitzer im Vorstand, Heinz Eichhorn führte 16 Jahre lang den Verein. Kein Wunder, dass das Aushängeschild des Vereins, der Spinnkreis, beiden Jubelpaaren vor der Kirche Spalier stand und rote Rosen überreichten.

(Text: he)

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Simone Meister zur neuen Vorsitzenden des Verschönerungsvereins Reichenbach gewählt

Der Verschönerungsverein Reichenbach (VVR) hat eine neue Vorsitzende. In der von über 60 Mitgliedern besuchten Jahreshauptversammlung im Gründungslokal „Zur Traube“ wurde Simone Meister einstimmig an die Spitze des 450 Mitglieder starken Vereins gewählt. Die neue Vorsitzende war bisher als Beisitzerin im Vorstand aktiv und kümmerte sich in erster Linie um die Verbindung zur Hessischen Vereinigung für Tanz- und Trachtenpflege (HVT). Ihre Vertreterin ist weiterhin die langjährige 2. Vorsitzende Inge Meier. Rechner bleibt Ehrenvorsitzender Albrecht Kaffenberger, Schriftführerin Gertrud Marquardt.

Die elf Beisitzer wurden teilweise mit festen Aufgabengebieten betraut. So kümmert sich Fritz Becker künftig um den großen Aufgabenbereich der Dorfverschönerung. Er wird unterstützt von Christine und Eberhard Mößinger. Die Dorfbrunnen betreut Helmut Fassinger. Den Spinnkreis leitet wie bisher Irene Gorka, die sich zusammen mit Petra Baumbach um die rührige Gruppe kümmert. Für die Öffentlichkeitsarbeit ist Friedrich Krichbaum verantwortlich, die Online-Briefe stellt Heinz Eichhorn zusammen, der auch für die Heimatgeschichte verantwortlich zeichnet. Die Einladungen zu den Jahreshauptversammlungen erstellt weiterhin Gertrud Müller. Dem Vorstand gehören ferner noch Jens Moser und Uschi Lech an, deren Arbeitsbereiche in der nächsten Vorstandssitzung am Montag, 20. Juni, 20 Uhr, im alten Rathaus festgelegt werden sollen.

Text: he, Foto: koe

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Lampertstein in Erinnerung rufen

Hinweisschilder an der Kreuzung der beiden Europäischen Fernwanderwege vor dem Rathaus und am Lampertstein im Felsbergwald regte jetzt ein Wanderfreund aus Heidelberg an. Zudem ist er der Auffassung, dass die Beschriftung am Lampertstein wieder einmal erneuert werden müsste.

Günter Wilhelm, ein nach eigenen Angaben zertifizierter Wanderführer und Skitourenführer, unterbreitete Bürgermeister Jürgen Kaltwasser jetzt diese Vorschläge schriftlich. Und im Gegensatz zu vielen anderen Anregern gemeindlicher Aktivitäten will er sich bei einer Realisierung sogar finanziell beteiligen.

Bereits am 8. Mai 2004 wies der BA auf den Schnittpunkt der beiden europäischen Fernwanderwege E 1 und E 8 direkt vor dem Rathaus der Gemeinde hin. Schon ein Blick auf die Landkarte zeige, so der damalige Bericht, dass der Odenwald im „Herzen Westeuropas“ liege und das Lautertal mit seinem Felsenmeer eine Sonderstellung auch bei den europäischen Fernwanderwegen einnehme. So führt der E 1 von Schweden durch Deutschland und das Felsenmeer, am Rathaus Reichenbach vorbei über den Hahnenbusch bis nach Genua in Italien. Oft sieht man Wandergruppen schwer bepackt den kurzen Weg entlang der Nibelungenstraße bis zur Hahnenbuschstraße laufen.

Gekreuzt wird dieser Fernwanderweg vom E 8, der von Dublin über den Borstein zum Hohenstein und weiter bis zum Bosporus führt. Günter Wilhelm kann sich vorstellen, dass am Rathaus eine Tafel aufgestellt wird, die auf diese beiden großen europäischen Wanderwege und auf ihre Schnittstelle in Reichenbach hinweist.

Da „Kleindenkmäler und interessante Informationen zum Wanderweg sinnvoll und touristisch sehr werbewirksam sind“, schlägt Wilhelm auch ein Hinweisschild auf den Lampertstein im Felsbergwald vor. Es sollte seiner Meinung nach auf dem Wanderweg oberhalb der Treppen, die zum Denkmal führen, stehen. Auf dem Denkmal selbst sollte die Schrift erneuert werden. Dies wurde letztmals im Herbst 2006 von Philipp Degenhardt und Walter Metter getan.

Das Denkmal erinnert an den eifrigen Jäger, der 1838 mit dem gräflich erbach-schönbergischen Revierförster Rautenbusch im Felsbergwald unterwegs war: „Hier sank, durch die Selbstentladung der Flinte eines Jagdgefährten getroffen entseelt zu Boden Jacob Lampert, Bürgermeister zu Reichenbach, geboren am 6. April 1797, gestorben am 14. Dezember 1838.“

Die damalige Sanierung des Denkmals und des Platzes wurde im Januar 2007 mit einer Besichtigungstour durch Verschönerungsverein (VVR) und Odenwaldklub (OWK) Reichenbach gefeiert. OWK-Vorsitzender Rudolf Prosch erinnerte an den Verstorbenen, die Entstehung des Denkmals und dankte allen Helfern für die Wiederherstellung der Anlage. Die Jagdhornbläser ließen ihre Instrumente erklingen und die Jagdpächter bewirteten die rund 100 Wanderfreunde.

Ob und wie die Anregungen des Heidelberger Wanderers umgesetzt werden können, soll nun in der Gemeinde, dem Verschönerungsverein und den beiden verbliebenen Lautertaler Odenwaldklubs in Beedenkirchen und Gadernheim erörtert werden.

(Text: he, Foto: koe)

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