Mitteilungen

"Neues aus dem Tal" - Jubiläen, Ehrungen, Berichte

Kinder belebten alten Brauch des Neujahrschießens

Den alten Brauch des Neujahrsschießens ließen einige Kinder am ersten Tag des Jahres wieder aufleben.

Mit Böllern „bewaffnet“ gingen sie von Haus zu Haus, wünschten den Menschen alles Gute für das neue Jahr und ließen es krachen. Belohnt wurden sie dafür mit mehr oder weniger hohen Geldbeträgen.

Die Kinder griffen damit eine uralte Tradition im Odenwald auf, die teilweise schon über 400 Jahre zurückliegt.

Früher habe sich kein Hausbesitzer nachsagen lassen, so Manfred Kassimir von der Hans-von-der-Au-Trachtengruppe in Erbach, dass er für die guten Neujahrswünsche der Kinder kein Gehör gehabt habe. Wäre es trotzdem einmal vorgekommen, dass ein Haus- oder Hofbesitzer nicht auf die Wünsche reagiert habe, dann hätte er Spottverse zu hören bekommen: „“Viel Glick im neie Joahr! Gesundheit un e loanges Läwe, un dodruff soll`s Feier gäwwe!“

Damit sei das Abfeuern von Feuerwerkskörpern, oder noch früher, das Abfeuern von Gewehrsalven gemeint gewesen. Da es dabei jedoch Verletzungen oder sogar Todesfälle gegeben habe, wurde dieser Brauch von Landgraf Georg III. (1620 – 61) verboten. (Text und Foto: he)

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Teilsanierung der B 47 in Reichenbach und Lautern

Zwei Teilstücke der Nibelungenstraße in Reichenbach und Lautern wurden jetzt fertiggestellt.

Dabei handelt es sich um ein Trassenteil in Reichenbach von der Einfahrt DESTAG/ALDI bis hin zur Zufahrt in den Böhl. Ferner in Lautern von der Einfahrt EDEKA bis hin zur Abbiegung in die Straße „In den Klingen“. Die Arbeiten wurden am 24. September begonnen und dauerten bis zum 08. Dezember an.

Durch den Abbruch der Gossenplatten und der Asphaltierung der seitlichen Bereiche wirkt die Straße jetzt nicht nur optisch breiter, sondern ist es auch. Wegen der damit verringerten Höhe der Randsteine ist eine klare Trennung von Straße und Bürgersteig allerdings nicht immer mehr gegeben. Die Markierung der Straßenmitte dürfte wohl erst nach Fertigstellung weiterer Teilstücke erfolgen. Nach Auskunft der Mitarbeiter ruhen die Arbeiten an der Nibelungenstraße jetzt über die Weihnachtsfeiertage und werden erst wieder im neuen Jahr fortgesetzt.

(Text/Foto: he)

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Besserer Zugang am neuen Standort

Reichenbach. Es ist zwar enger geworden in der Gemeindebücherei, die jetzt im neuen Rathaus eine Bleibe gefunden hat, der neue Standort habe aber auch Vorteile.

So sah es Leiterin Christina Metzger (4.v.l.) bei der kleinen Feier zur Eröffnung im 2. Stock der Gemeindeverwaltung. Einmal sei das Rathaus zentral gelegen, man könne direkt vor dem Gebäude parken und mit dem Fahrstuhl bequem von Hinweisschildern geleitet zu dem Lesestoff gelangen.

Wie berichtet musste nach dem Verkauf der ehemaligen Jugendherberge in der Beedenkirchener Straße das langjährige Domizil verlassen werden. Der Umzug, so betonte Metzger, sei eigentlich auf drei Wochen veranschlagt gewesen, wurde aber dank der Hilfe des Bauhofs, ihrer Familie und Gerlinde Stoklas-Ertl in einer halben Woche bewältigt. Dabei habe man sich wegen Platzmangels schweren Herzens von fast der Hälfte des Bücherbestands trennen müssen, da man zu wenig Regale besitze. Der Einbauschrank der Jugendherberge konnte nicht mitgenommen werden. Da man aber noch Stellfläche entdeckt habe, könne man, wenn man geeignete Regale gestiftet bekäme, doch noch ein paar Bücher mehr bereithalten.

Helmut Lechner übermittelte die Grüße des ehemaligen Besitzers der Jugendherberge, Brian Brennan und des neuen Eigentümers Friedel Mink, die den Verbleib der Bücherei bis zum Umzug gestattet hatten. Mit einem Gläschen Sekt und Brezeln wurde mit den ersten Gästen und Bücherfreunden die Neueröffnung gefeiert; unter ihnen die Erste Beigeordnete Helga Dohme und Ortsvorsteher Heinz Eichhorn. Mit auf dem Bild sind Verschönerungsvereins-Webmaster Dr. Joachim Bartl, Helmut Lechner, Ursula Kindinger-Bickel, Gerlinde Stoklas-Ertl und Frauke Metzger.

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Geöffnet ist die Bücherei dienstags von 17 Uhr bis 18 Uhr und donnerstags von 17.30 Uhr bis 18.30 Uhr. koe/Bild: koe

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Neue Vereinswirte im SSV-Vereinsheim am Felsenmeer

Der SSV Reichenbach hat ein neues Wirtsehepaar. Ab sofort führen Nikola und Snjezana Sekulov das Vereinsheim unterhalb des Felsenmeeres. Das mit zwei Bundeskegelbahnen ausgestattete und knapp 200 Besucher fassende Lokal wurde in den 1970-er Jahren vom Verein gebaut und seitdem mehrfach saniert und renoviert. Es dient nicht nur den rund 500 Vereinsmitgliedern als Treffpunkt, sondern auch den vielen Felsenmeerbesuchern als Speiselokal.

Das Ehepaar Sekulov stammt aus Kroatien/Mazedonien und ist bereits seit 1986 in der Gastronomie tätig. Nikola ist gelernter Koch und hat auch die umfangreiche Speisekarte zusammengestellt. Sie bietet neben Spezialitäten vom Balkan und gut bürgerlicher deutscher Küche auch internationale Gerichte, so unter anderem einen spanischen Pfeffertopf. Für Familienfeiern und Firmenfeste werden zudem Buffets nach individuellen Wünschen zusammengestellt.

Zu den Gästen zählte auch schon Bürgermeister Jürgen Kaltwasser, der dem neuen Wirtsehepaar geschäftlichen Erfolg, viele Felsenmeerbesucher und treue einheimische Kundschaft wünschte. Für die nächsten Wochen, so das Ehepaar Sekulov, wären schon eine Reihe von Familienfeiern und Jahresabschlussfeiern der SSV-Abteilungen gebucht. Zudem stünde eine Mitgliederehrung der SPD auf der Terminliste.

(Text/Foto: he)

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Volkstrauertag - Lautertal gedachte der Kriegs- und Terrortoten

Im Mittelpunkt der Feiern zum Volkstrauertag standen in diesem Jahr besonders die Toten der jüngsten Anschläge in Paris. Sowohl die Redner vor den Kriegerdenkmälern, als auch die Pfarrer in den Kirchen fragten nach den mörderischen Anschlägen vom Freitag, warum zivilisierte Menschen anderen und sich selbst so etwas antun.

Offensichtlich hätten sie aus dem Leid ihrer Vorfahren und insbesondere aus dem Zweiten Weltkrieg mit 52 Millionen Toten und einem zerstörten Europa nichts gelernt.

In Reichenbach hielt Bürgermeister Jürgen Kaltwasser die Gedenkrede am Aufgang zur Evangelischen Kirche und erstmals vor dem Gottesdienst. Zusammen mit Pfarrer Thomas Blöcher, dem VdK-Vorsitzenden Günther Dekker, sowie Ortsvorsteher Heinz Eichhorn legte er zwei Kränze nieder, finanziert von der Gemeinde und dem VdK Reichenbach-Lautern. Umrahmt wurde die Feier durch den Evangelischen Posaunenchor unter der Leitung von Siegfried Reimund. Danach zelebrierte Pfarrer Thomas Blöcher den Gottesdienst in der Kirche, an dem auch gleich 16 Konfirmanden teilnahmen.

Gedenkveranstaltungen zum Volkstrauertag fanden auch in Elmshausen, Beedenkirchen, Lautern, Gadernheim und Schannenbach/Knoden teil.

(Foto/Text: he)

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Lautertal gedachte des Pogroms von 1938

(Foto: Janis Füchtenkordt)

Den Ermordungen, Verletzungen und Diskriminierungen tausender deutscher Juden am 9. November 1938 gedachte Lautertal auch in diesem Jahr. In der Evangelischen Kirchen in Reichenbach fand dazu ein Gedenkgottesdienst statt, der von Pfarrer Thomas Blöcher zelebriert wurde.

In einem kleinen Bühnenstück machten Schüler der Gadernheimer Mittelpunktschule deutlich, wie die Nazi-Schergen damals vorgingen – rücksichtlos, brutal, voller Hass. Sie machten aber auch klar, dass es in der aufgehetzten Bevölkerung auch Menschen gab, die bei Verstand blieben, wie ein örtlicher Polizist, der Frau und Kindern des verhafteten Familienvaters Zugang zu ihrem Geldvermögen und damit zum Überleben beschaffte.

Die Vorsitzende der Gemeindevertretung, Beate Dechnig, erinnerte vor dem Altar an die Schandtaten der Nationalsozialisten auch in Lautertal. An dem Gedenkgottesdienst nahmen neben Dechnig unter anderen auch ihre Vorgängerin Heidi Adam, Bürgermeister Jürgen Kaltwasser, SPD-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Hechler, sowie die Ortsvorsteher Renate Müller und Heinz Eichhorn teil.

Danach ging es bei Kerzenlicht von der Kirche über den Marktplatz in die Bangertsgasse vor die ehemalige Synagoge. Dort rief Bürgermeister Jürgen Kaltwasser die Greueltaten der Nazis in der sogenannten Pogromnacht sowie die 52 Millionen Tote des von ihnen entfesselten Zweiten Weltkrieges in Erinnerung.

(Text: he)

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VVR jetzt 450 Mitglieder stark

(Foto: Friedrich Krichbaum)

Auf 450 angewachsen ist die Zahl der Mitglieder im Verschönerungsverein (VVR). „Jubiläumsmitglied“ wurde Ole Harjes, der zusammen mit seinen Eltern Ines und Olaf, sowie den Schwestern Nele und Lina jetzt zu den Dorfverschönerern, Brauchtumspflegern und Heimatkundlern zählt.

Als „Begrüßungsgeschenk“ gab es von VVR-Mitglied Gunther Hornung Oles Lieblingsspeise „kesselfrische Fleischwurst“, die der Bub mit Hilfe zweier Milchzähne und mit Genuss vertilgte.

Geworben hatte die Familie Ehrenvorsitzender Albrecht Kaffenberger. Unterstützt wurde er dabei von Helga Harjes, die dem VVR als Gründungs- und Ehrenmitglied schon über 40 Jahre angehört.

(Text: he)

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Gemeindebücherei zieht bald um

Letztmals fand am vergangenen Donnerstag das „Büchercafe“ in der ehemaligen Jugendherberge statt. Leiterin Christina Metzger hatte mit ihrem Team wieder eine reichhaltige Kuchentheke aufgebaut und servierte dazu frischen Kaffee und viel Lesenswertes.

Von dem Angebot machte eine große Zahl von „Leseratten“ Gebrauch, die natürlich nicht nur wegen den leiblichen Genüssen kamen. Denen sprachen jedoch uneingeschränkt zahlreiche Kinder zu, „Lesenachwuchs“ also, der derzeit noch süße Torten bevorzugt.

Die früher von Christel Kindinger und danach von ihrer Tochter Christina Metzger geführte Bücherei hat sich mit den Jahrzehnten einen soliden „Kundenkreis“ geschaffen. Mit dem Verkauf der Jugendherberge an einen Reichenbacher Investor zieht die Einrichtung jetzt um ins neue Rathaus. Dort findet am Donnerstag, 12. November, 16.00 Uhr, die offizielle Einweihungsfeier statt, zu der alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen sind.

(Foto/Text: he)

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„Päiders-Ruh“ in Elmshausen eingeweiht

Elmshausen hat eine neue Ruhebank gestiftet bekommen. Die Eheleute Georg und Hannelore Arnold spendeten eine neue Bank am Buchwald. Benannt nach dem alten Hausnamen „Päiders“ der Familie Arnold. In der Familie trugen mehrere Generationen die Männer den Vornamen „Peter“.

Die neue Bank steht am Weg vom Elmshäuser Friedhof kommend in Richtung Buchwald und bietet Wanderern und Spaziergängern eine Panorama Rast mit Blick über Elmshausen bis hin nach Reichenbach.

Die vorherige Bank fiel einem Sturm zum Opfer, so dass Georg Arnold zusammen mit seiner Familie eine Neue errichtete. Bei der Einweihung waren viele Familienmitglieder und Freunde bei bestem Wetter in geselliger Runde dabei.

(Text/Foto: Pöselt)

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Dorfgasthaus in neuem Glanz

Außenfassade West

Reichenbach: Die Sanierung des Dorfgasthauses „Zur Traube“ schreitet voran.

Nach der Außenwand des Saales wurde nun an der Westseite das Fachwerk wieder auf Vordermann gebracht, neue Fenster und Entwässerungsrohre eingezogen, die Treppe und das Geländer nach alten Vorgaben hergerichtet, sowie die Eingangstür aufgemöbelt.

Nun steht von der Straßenseite aus gesehen „nur noch“ die großflächige Giebelseite zur Sanierung an.

tl_files/userImages/seiteninhalte/berichte/265 06102015 2.jpgDort hängt auch eine Werbelampe für das Gasthaus, die bisher noch nicht so recht ins Blickfeld geraten war. Von der Gestaltung her könnte auch sie eine „Weyhrauch-Lampe“ sein.

Der Schlossermeister hatte in der Hochphase der Arbeit des früheren Verkehrs- und Verschönerungsvereins in den 1930-er Jahren die Drachenlampe am Rathaus, die Lampen und den Eingangsbogen am Aufgang zur Evangelischen Kirche, am Kircheneingang, gegenüber am Gemeindehaus, sowie an der ehemaligen Jugendherberge gefertigt. Alle diese Beleuchtungskörper wurden im Zuge der Sanierung der Häuser in der Dorfmitte hergerichtet und weitgehend an ihren alten Plätzen wieder angebracht.

Das Gasthaus „Zur Traube“ ist das wohl älteste Haus in Reichenbach. Nach Angaben der Besitzer wurde es 1369 erstmals erwähnt. Bis 1680 wurde es als Mühle betrieben, ab 1776 als Gasthaus geführt. Hier wurde 1862 der älteste Lautertaler Verein, der Männergesangverein Eintracht Reichenbach gegründet. Im nächsten Jahr kann die Gaststätte ihr 240. Jubiläum, 2019 das Haus seinen 650. Geburtstag feiern.

(Text/Fotos: he)

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