Mitteilungen

"Neues aus dem Tal" - Jubiläen, Ehrungen, Berichte

Neue Vereinswirte im SSV-Vereinsheim am Felsenmeer

Der SSV Reichenbach hat ein neues Wirtsehepaar. Ab sofort führen Nikola und Snjezana Sekulov das Vereinsheim unterhalb des Felsenmeeres. Das mit zwei Bundeskegelbahnen ausgestattete und knapp 200 Besucher fassende Lokal wurde in den 1970-er Jahren vom Verein gebaut und seitdem mehrfach saniert und renoviert. Es dient nicht nur den rund 500 Vereinsmitgliedern als Treffpunkt, sondern auch den vielen Felsenmeerbesuchern als Speiselokal.

Das Ehepaar Sekulov stammt aus Kroatien/Mazedonien und ist bereits seit 1986 in der Gastronomie tätig. Nikola ist gelernter Koch und hat auch die umfangreiche Speisekarte zusammengestellt. Sie bietet neben Spezialitäten vom Balkan und gut bürgerlicher deutscher Küche auch internationale Gerichte, so unter anderem einen spanischen Pfeffertopf. Für Familienfeiern und Firmenfeste werden zudem Buffets nach individuellen Wünschen zusammengestellt.

Zu den Gästen zählte auch schon Bürgermeister Jürgen Kaltwasser, der dem neuen Wirtsehepaar geschäftlichen Erfolg, viele Felsenmeerbesucher und treue einheimische Kundschaft wünschte. Für die nächsten Wochen, so das Ehepaar Sekulov, wären schon eine Reihe von Familienfeiern und Jahresabschlussfeiern der SSV-Abteilungen gebucht. Zudem stünde eine Mitgliederehrung der SPD auf der Terminliste.

(Text/Foto: he)

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Volkstrauertag - Lautertal gedachte der Kriegs- und Terrortoten

Im Mittelpunkt der Feiern zum Volkstrauertag standen in diesem Jahr besonders die Toten der jüngsten Anschläge in Paris. Sowohl die Redner vor den Kriegerdenkmälern, als auch die Pfarrer in den Kirchen fragten nach den mörderischen Anschlägen vom Freitag, warum zivilisierte Menschen anderen und sich selbst so etwas antun.

Offensichtlich hätten sie aus dem Leid ihrer Vorfahren und insbesondere aus dem Zweiten Weltkrieg mit 52 Millionen Toten und einem zerstörten Europa nichts gelernt.

In Reichenbach hielt Bürgermeister Jürgen Kaltwasser die Gedenkrede am Aufgang zur Evangelischen Kirche und erstmals vor dem Gottesdienst. Zusammen mit Pfarrer Thomas Blöcher, dem VdK-Vorsitzenden Günther Dekker, sowie Ortsvorsteher Heinz Eichhorn legte er zwei Kränze nieder, finanziert von der Gemeinde und dem VdK Reichenbach-Lautern. Umrahmt wurde die Feier durch den Evangelischen Posaunenchor unter der Leitung von Siegfried Reimund. Danach zelebrierte Pfarrer Thomas Blöcher den Gottesdienst in der Kirche, an dem auch gleich 16 Konfirmanden teilnahmen.

Gedenkveranstaltungen zum Volkstrauertag fanden auch in Elmshausen, Beedenkirchen, Lautern, Gadernheim und Schannenbach/Knoden teil.

(Foto/Text: he)

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Lautertal gedachte des Pogroms von 1938

(Foto: Janis Füchtenkordt)

Den Ermordungen, Verletzungen und Diskriminierungen tausender deutscher Juden am 9. November 1938 gedachte Lautertal auch in diesem Jahr. In der Evangelischen Kirchen in Reichenbach fand dazu ein Gedenkgottesdienst statt, der von Pfarrer Thomas Blöcher zelebriert wurde.

In einem kleinen Bühnenstück machten Schüler der Gadernheimer Mittelpunktschule deutlich, wie die Nazi-Schergen damals vorgingen – rücksichtlos, brutal, voller Hass. Sie machten aber auch klar, dass es in der aufgehetzten Bevölkerung auch Menschen gab, die bei Verstand blieben, wie ein örtlicher Polizist, der Frau und Kindern des verhafteten Familienvaters Zugang zu ihrem Geldvermögen und damit zum Überleben beschaffte.

Die Vorsitzende der Gemeindevertretung, Beate Dechnig, erinnerte vor dem Altar an die Schandtaten der Nationalsozialisten auch in Lautertal. An dem Gedenkgottesdienst nahmen neben Dechnig unter anderen auch ihre Vorgängerin Heidi Adam, Bürgermeister Jürgen Kaltwasser, SPD-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Hechler, sowie die Ortsvorsteher Renate Müller und Heinz Eichhorn teil.

Danach ging es bei Kerzenlicht von der Kirche über den Marktplatz in die Bangertsgasse vor die ehemalige Synagoge. Dort rief Bürgermeister Jürgen Kaltwasser die Greueltaten der Nazis in der sogenannten Pogromnacht sowie die 52 Millionen Tote des von ihnen entfesselten Zweiten Weltkrieges in Erinnerung.

(Text: he)

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VVR jetzt 450 Mitglieder stark

(Foto: Friedrich Krichbaum)

Auf 450 angewachsen ist die Zahl der Mitglieder im Verschönerungsverein (VVR). „Jubiläumsmitglied“ wurde Ole Harjes, der zusammen mit seinen Eltern Ines und Olaf, sowie den Schwestern Nele und Lina jetzt zu den Dorfverschönerern, Brauchtumspflegern und Heimatkundlern zählt.

Als „Begrüßungsgeschenk“ gab es von VVR-Mitglied Gunther Hornung Oles Lieblingsspeise „kesselfrische Fleischwurst“, die der Bub mit Hilfe zweier Milchzähne und mit Genuss vertilgte.

Geworben hatte die Familie Ehrenvorsitzender Albrecht Kaffenberger. Unterstützt wurde er dabei von Helga Harjes, die dem VVR als Gründungs- und Ehrenmitglied schon über 40 Jahre angehört.

(Text: he)

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Gemeindebücherei zieht bald um

Letztmals fand am vergangenen Donnerstag das „Büchercafe“ in der ehemaligen Jugendherberge statt. Leiterin Christina Metzger hatte mit ihrem Team wieder eine reichhaltige Kuchentheke aufgebaut und servierte dazu frischen Kaffee und viel Lesenswertes.

Von dem Angebot machte eine große Zahl von „Leseratten“ Gebrauch, die natürlich nicht nur wegen den leiblichen Genüssen kamen. Denen sprachen jedoch uneingeschränkt zahlreiche Kinder zu, „Lesenachwuchs“ also, der derzeit noch süße Torten bevorzugt.

Die früher von Christel Kindinger und danach von ihrer Tochter Christina Metzger geführte Bücherei hat sich mit den Jahrzehnten einen soliden „Kundenkreis“ geschaffen. Mit dem Verkauf der Jugendherberge an einen Reichenbacher Investor zieht die Einrichtung jetzt um ins neue Rathaus. Dort findet am Donnerstag, 12. November, 16.00 Uhr, die offizielle Einweihungsfeier statt, zu der alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen sind.

(Foto/Text: he)

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„Päiders-Ruh“ in Elmshausen eingeweiht

Elmshausen hat eine neue Ruhebank gestiftet bekommen. Die Eheleute Georg und Hannelore Arnold spendeten eine neue Bank am Buchwald. Benannt nach dem alten Hausnamen „Päiders“ der Familie Arnold. In der Familie trugen mehrere Generationen die Männer den Vornamen „Peter“.

Die neue Bank steht am Weg vom Elmshäuser Friedhof kommend in Richtung Buchwald und bietet Wanderern und Spaziergängern eine Panorama Rast mit Blick über Elmshausen bis hin nach Reichenbach.

Die vorherige Bank fiel einem Sturm zum Opfer, so dass Georg Arnold zusammen mit seiner Familie eine Neue errichtete. Bei der Einweihung waren viele Familienmitglieder und Freunde bei bestem Wetter in geselliger Runde dabei.

(Text/Foto: Pöselt)

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Dorfgasthaus in neuem Glanz

Außenfassade West

Reichenbach: Die Sanierung des Dorfgasthauses „Zur Traube“ schreitet voran.

Nach der Außenwand des Saales wurde nun an der Westseite das Fachwerk wieder auf Vordermann gebracht, neue Fenster und Entwässerungsrohre eingezogen, die Treppe und das Geländer nach alten Vorgaben hergerichtet, sowie die Eingangstür aufgemöbelt.

Nun steht von der Straßenseite aus gesehen „nur noch“ die großflächige Giebelseite zur Sanierung an.

tl_files/userImages/seiteninhalte/berichte/265 06102015 2.jpgDort hängt auch eine Werbelampe für das Gasthaus, die bisher noch nicht so recht ins Blickfeld geraten war. Von der Gestaltung her könnte auch sie eine „Weyhrauch-Lampe“ sein.

Der Schlossermeister hatte in der Hochphase der Arbeit des früheren Verkehrs- und Verschönerungsvereins in den 1930-er Jahren die Drachenlampe am Rathaus, die Lampen und den Eingangsbogen am Aufgang zur Evangelischen Kirche, am Kircheneingang, gegenüber am Gemeindehaus, sowie an der ehemaligen Jugendherberge gefertigt. Alle diese Beleuchtungskörper wurden im Zuge der Sanierung der Häuser in der Dorfmitte hergerichtet und weitgehend an ihren alten Plätzen wieder angebracht.

Das Gasthaus „Zur Traube“ ist das wohl älteste Haus in Reichenbach. Nach Angaben der Besitzer wurde es 1369 erstmals erwähnt. Bis 1680 wurde es als Mühle betrieben, ab 1776 als Gasthaus geführt. Hier wurde 1862 der älteste Lautertaler Verein, der Männergesangverein Eintracht Reichenbach gegründet. Im nächsten Jahr kann die Gaststätte ihr 240. Jubiläum, 2019 das Haus seinen 650. Geburtstag feiern.

(Text/Fotos: he)

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Engländer und Einheimische spenden Ruhebank

(Foto: koe)

Eine „echte englische Parkbank“ steht jetzt auf dem Marktplatz neben dem Erinnerungsstein an das tausendjährige Bestehen Reichenbachs. Zahlreiche Gäste und Interessierte waren dabei, als die Bank feierlich eingeweiht wurde, darunter auch einige Trachtenträger des Verschönerungsvereins.

Gespendet wurde die schwere und stabile Holzbank vom langjährigen Freund Reichenbachs, dem Engländer Brian Brennan, dem früheren Vorsitzenden des Verschwisterungsvereins APEG, Helmut Lechner, sowie Friedel Mink vom Dorfgasthaus „Zur Traube“.

In einer kleinen Ansprache erinnerte sich Brian Brennan an die mahnenden Worte seiner Eltern an den Jugendlichen, dass „er mal auf einer Parkbank“ werde nächtigen müssen. Damit ihm bei seinen zahlreichen Besuchen in Reichenbach immer eine Schlafgelegenheit zur Verfügung stehe, habe er sich an der Finanzierung der Bank beteiligt. Sie steht in unmittelbarer Nähe zum Gasthaus „Zur Traube“, in dem er oft mit Helmut Lechner und Friedel Mink zusammensitzt.

Ortsvorsteher Heinz Eichhorn sagte zu, dass die Reichenbacher Brian Brennan während seiner Anwesenheit im Dorf immer die Bank freihielten. Die ironischen Reden beendete Friedel Mink, in dem er eine Runde Hochprozentigen ausgab.

(Text: he)

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Spinnkreis zieht in historisches Rathaus ein

(Foto: Friedrich Krichbaum)

Alle Stühle belegt waren beim ersten Treff des Spinnkreises in seinem neuen Domizil im alten Rathaus. 21 Teilnehmer zählte Abteilungsleiterin Irene Gorka – Rekord für die Treffen der Freunde des Spinnens, Strickens, Häkelns und Klöppelns. Vorwiegend die Abteilungsleiterin mit ihrem Mann Robert, sowie Petra Baumbach hatten im Vorfeld den Raum auf Vordermann gebracht.

Dazu zählte auch intensives Lüften und das Anlegen der feuchten Rückwand mit einer Spezialfarbe. Die Organisatoren hoffen, dass es bei einer fortdauernden Behandlung nicht mehr zu einer Schimmelbildung kommen wird.

Nicht ganz einverstanden war Irene Gorka mit dem organisatorischen Ablauf des Auszugs aus der alten Jugendherberge. Alle Beteiligten waren sich jedoch einig, dass der Spinnkreis nun einen „wunderschönen Raum“ in dem historischen Gebäude aus 1840 nutzen darf. Verschönerungsvereins-Vorsitzender Heinz Eichhorn dankte den Aktiven für ihre Arbeit  und betonte erneut, dass der Spinnkreis für Verein und Gemeinde ein Aushängeschild sei. Besonders seine Werbung für das Felsenmeer und Lautertal bei vielen Anlässen in Südhessen wäre „mit Geld nicht zu bezahlen“.

In Vorbereitung auf den „großen, bunten Theaterabend“ am 24. Oktober in der TSV-Halle übte der Spinnkreis dann alte odenwälder Lieder ein. Darunter auch die „Odenwälder-Nationalhymne“ „Mer sinn all vum Ourewoald“ des Reichenbacher Heimatdichters und Komponisten Georg Bechtel. Ein Höhepunkt des Auftritts wird sicher das Lied von der „Grieneboams-Lies“ werden, einem „genial getexteten“ Gassenhauer nach der Melodie von „Es steht ein Wirtshaus an der Lahn“. Die prächtige Stimmung an diesem Abend wurde noch durch Rosemarie Meister gesteigert. Die engagierte Trachtenträgerin war 70 Jahre alt geworden und überreichte aus diesem Anlass jedem Anwesenden eine kleine Flasche Sekt. Dafür wurde ihr mit einem Ständchen gedankt.

(Text: he)

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Nibelungenstraße wird auf 2,4 Kilometer saniert

Mit der weiteren Sanierung der Nibelungenstraße im Oberdorf in Reichenbach wurde am Montag (21. September) begonnen. Hessen Mobil ließ die Arbeiten ab DESTAG/ALDI Richtung Lautern fortsetzen.

Derzeit wird von hier bis zum Ortsausgang die Binder- und Deckschicht erneuert. Lokale Schadstellen sollen tiefergehend beseitigt werden. Die Fahrbahnflächen werden zehn Zentimeter tief gefräst.

In Bereichen von Schadstellen wird der Asphalt bis zu 25 Zentimeter tief ausgebaut und erneuert. Der neue Fahrbahnaufbau erfolgt durch eine sechs Zentimeter starke Asphaltbinderschicht und eine vier Zentimeter starke Asphaltdeckschicht. Die Entwässerungsrinne wird abgebrochen und durch eine Gussasphaltrinne ersetzt.

Nach Angaben von Hessen Mobil betragen die Gesamtkosten rund zwei Millionen Euro. Die Sanierungsarbeiten auf der 2,4 Kilometer langen Strecke bis Gadernheim werden voraussichtlich bis Juni 2016 andauern. Der Verkehr wird in dieser Zeit durch Bedarfsampeln geregelt, die besonders im Berufsverkehr längere Staus verhindern sollen. Bislang scheint dies auch gut zu funktionieren.

(Text und Foto: he)

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