Mitteilungen

"Neues aus dem Tal" - Jubiläen, Ehrungen, Berichte

Mit Kniefall die Welt beeindruckt.

(Foto: Helmut Lechner)

Dem Ehrenmal zur Erinnerung an die Helden des Warschauer Ghettos stattete der Lautertaler Helmut Lechner einen Besuch ab. Das Vorstandsmitglied des Bergsträßer Freundeskreises Brücke Most, der die Verschwisterung mit Schweidnitz  (heute Swidnica) in Niederschlesien südlich von Breslau angeregt hatte, war vor allem durch die spontane Aktion von Willy Brandt beeindruckt worden.

Der damalige deutsche Bundeskanzler hatte bei seinem Besuch am 7. Dezember 1970 vor dem Ehrenmal niedergekniet und die polnische Bevölkerung und die Weltöffentlichkeit stark beeindruckt. Ihm zu Ehren ist in das Denkmal auch eine Abbildung dieses Kniefalls eingebaut worden.

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(Text: he)

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Kita-Freundeskreis wählte neuen Vorstand

Reichenbach. Erfolg hatte eine Werbeaktion bei den Eltern der Kindertagesstätte (Kita). Statt der befürchteten Auflösung des Freundeskreises stellten sich wieder genügend Eltern für die Führungsarbeit zur Verfügung, so dass ein sechsköpfiger Vorstand gewählt werden konnte, der die erfolgreiche Arbeit im kommenden Geschäftsjahr fortsetzen will. 

Der Freundeskreis wurde 2001 ins Leben gerufen. Damals ging es in erster Linie um die Unterstützung beim Anbau an den viergruppigen Hort in der Knodener Straße. Bei der Umsetzung der Baumaßnahme durch die Gemeinde fehlte Geld, das auch die Evangelische Landeskirche und die Kirchengemeinde nicht requirieren konnten. Deshalb wurde die Bildung eines Freundeskreises vorgeschlagen, „der Spenden beschaffen und über eigene Aktivitäten Geld in die Kasse bringen sollte“.

Als Ziele gaben die Initiatoren „die Sicherung der Zukunft der Kita und das Abfangen der Mittelkürzungen durch die Evangelische Landeskirche“ an. Die Qualität der Kita-Arbeit sollte zudem durch aktive Mitarbeit bewahrt werden. Fortan sammelte der Freundeskreis über 50.000 Euro ein, Eltern und örtliche Vereine halfen mit beim Anbau, bei der Gestaltung des weitläufigen Geländes, bei der Beschaffung und dem Aufbau einer großzügigen Kletterlandschaft.

Auch die scheidende Vorsitzende Nina Backs konnte über finanziell erfolgreiche Maßnahmen des Freundeskreises im Geschäftsjahr berichten. Im Mittelpunkt stand die beliebte Faschingsveranstaltung in der Lautertalhalle, die auch künftig jeweils samstags vor der Faschingswoche stattfinden soll. Hinzu kam eine Theateraufführung im Gasthaus „Zur Traube“ und kleinere Einzelmaßnahmen. Dies alles schlug sich positiv auf den Kassenbestand nieder, wie Rechnerin Katja Hiller berichtete. Da im vergangenen Jahr keine größeren Ausgaben anstanden, ist der Freundeskreis gut gerüstet für künftige Aktionen.

Trotzdem kam die Neubesetzung der Vorstandsämter nicht so recht in die Gänge. Nach einer erfolglosen Zusammenkunft rief der alte Vorstand in „einem letzten Versuch zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung“ auf. Mit Erfolg. Mit dabei in der Versammlung im Gymnastikraum der Kita waren vor allem Mütter von Kindern, die neu die vorschulische Erziehung genießen. Schließlich „verabschieden sich zahlreiche Eltern in diesem Sommer in die Schule.“

Neben der bisherigen Vorsitzenden Nina Backs schieden auch ihre Stellvertreterin Nathalie Benker, Schriftführerin Steffi Lang, sowie Pressereferent Andreas Bitsch aus. Unter der Wahlleitung der scheidenden Vorsitzenden wurde Nina Hogen zu ihrer Nachfolgerin gewählt. Neue Stellvertreterin wurde Melanie Gehrisch, Rechnerin bleibt Katja Hiller, neue Schriftführerin ist Monika Stumpf, neue Pressereferentin Hanna Witscher, Beisitzerin bleibt die Erzieherin Daniela Heldmann.

(Text und Foto: he)

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Charlotte Sann feierte 85. Geburtstag

1962 kam Charlotte Brück aus der Wetterau nach Reichenbach. Mit ihrem Mann Theodor baute sie sich im Seifenwiesenweg ein Haus, dem „ersten Fertighaus im Dorf“, wie die Jubilarin betonte. Fortan kickten ihre beiden Söhne Rainer und Horst beim SSV.

Mit der Aufnahme des Spielbetriebes bei der SG Lautern wechselte Rainer zu den Blau-Weißen und wurde in Lautern auch in der Kommunalpolitik aktiv. Als Sozialdemokrat wurde er mehrfach zum Ortsvorsteher gewählt und kümmert sich noch heute als Vorsitzender des Hallenausschusses um die Festhalle an der Hauptstraße.

Nach dem frühen Tod ihres Mannes Theodor heiratete Charlotte nochmals und lebt heute mit ihrer Tochter Heike im Haus im Seifenwiesenweg. Über die Geburtstagsglückwünsche von Bürgermeister Jürgen Kaltwasser und Ortsvorsteher Heinz Eichhorn freute sie sich auch noch zwei Tage nach dem eigentlichen Ereignis, wie unsere Aufnahme belegt. Gerne an nahm Charlotte Sann auch das musikalische Geburtstagspräsent des Verschönerungsvereins (VVR), dem die Jubilarin schon seit vielen Jahren angehört.

(Text und Foto: he)

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Männergesangverein Eintracht ehrte und feierte

(Foto: Heiko Gehrisch)

Reichenbach (he)

Langjährige Mitglieder ehrte der Männergesangverein Eintracht. Beim Sommerfest im Vereinsheim der Rassegeflügelzüchter wurde Karl Delp für sein 60-jähriges Singen im Chor gedankt. Seit 50 Jahren unterstützen Roland Gehrisch und Martin Villmow den Verein.

25 Jahre aktiv sind Jürgen Schmitt und Heiko Gehrisch, der zudem noch in zahlreichen Funktionen die Eintracht fördert. Schließlich wurde noch Ludwig Werner für 40 Jahre aktive Mitgliedschaft zum Ehrenmitglied ernannt. Die Würdigungen nahmen Vorsitzender Peter Kaffenberger und Kreisvorsitzender Heinz Ritsert vor.

Der Verein hatte vor dem Heim der Rassegeflügelzüchter ein Zelt aufgebaut, das den ganzen Tag über gut frequentiert war. Mitglieder und Freunde servierten den Gästen schmackhaften Hackbraten, Rindswürstchen, Kaffee und selbstgebackenen Kuchen, frisches Fassbier, sowie allerlei Getränke. Zwischendurch gab der Chor Kostproben seines musikalischen Könnens.

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Bank für Familien und Senioren eingeweiht

(Fotos: Friedrich Krichbaum)

Beedenkirchen (he)

In der Garage statt im Wald wurde eine Ruhebank des Senioren- und Familienwanderweges eingeweiht. Die von Hannelore und Heinz Jöckel (Hoxhohl) gespendete Sitzgelegenheit steht zwischen dem Parkplatz an den Römersteinen und dem Felsenmeer. Sie wurde von Mitgliedern des Lautertaler Seniorenbeirats und Bürgern aus Beedenkirchen und Umgebung aufgestellt.

Als diese die Spenderfamilie, Vertreter des Seniorenbeirats, Ortsvorsteher Werner Heist und einige Helfer einweihen wollten, regnete es allerdings sehr stark. Deshalb wurde die kleine Feier kurzfristig in das Haus der Spender verlegt. Dort dankte Initiator und Vorsitzender des Seniorenbeirats, Albrecht Kaffenberger, Spendern und Helfern. Der im März eingeweihte Senioren- und Familienwanderweg ist rund neun Kilometer lang und führt vom Radlettplatz in Elmshausen, durch das Felsenmeer und den Felsbergwald, bis hoch zur Kuralpe in Staffel.

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Auf ihm sollen an den Steigungen einmal alle 200 Meter eine Ruhebank stehen, damit sich insbesondere die Senioren darauf ausruhen und Natur und Landschaft genießen können. Da der Seniorenbeirat über keine eigenen Mittel verfüge, habe er zu den Bankspenden aufgerufen. Unterstützt wird die Initiative von zahlreichen Bürgern, den Verschönerungsvereinen in Elmshausen und Reichenbach, dem TSV Elmshausen, Blau-Weiß Beedenkirchen, sowie den Ortsvorstehern Tobias Pöselt, Heinz Eichhorn und Werner Heist. Trotz dieses großen Unterstützerkreises wären einige Bänke noch nicht finanziert und suchten noch nach Geldgebern. Eine Bank koste rund 350 Euro. Hinzu käme in der Regel noch eine kleine Einweihungsfeier, die in Hoxhohl zur Freude der Helfer sehr üppig ausfiel.

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Auch Landrat und Bürgermeister gratulierten

(Foto: Friedrich Krichbaum)

Gleich ein Dutzend langjähriger Mitglieder ernannte der Verschönerungsverein Reichenbach (VVR) zu Ehrenmitgliedern. In einer Feierstunde im Vereinsheim der Rassegeflügelzüchter gratulierten den Ernannten auch Landrat Matthias Wilkes, Bürgermeister Jürgen Kaltwasser und die Vorsitzende der Gemeindevertretung, Beate Dechnig, zur Auszeichnung.

Vorsitzender Heinz Eichhorn, seine Stellvertreterin Inge Meier und Ehrenvorsitzender Albrecht Kaffenberger nahmen die Ernennungen vor. Schon in der Gründungsversammlung des Vereins am 10. Juni 1974 im Gasthaus „Zur Traube“ sei Helga Harjes dabei gewesen. Über lange Jahre hinweg habe sie bei der Pflege von kleinen Anlagen und Pflanzecken im Ort mitgeholfen. Als Reichenbacher „Patriot“ habe sich schon immer Dieter Horn hervorgetan. Das Gründungsmitglied des VVR sei der festen Überzeugung, dass jeder Ortsbürger in der Feuerwehr und im Verschönerungsverein sein müsse. Nach seiner Zeit als Wehrführer und Leiter des Spielmanns- und Fanfarenzuges habe er mit seiner Frau Angelika über Jahre hinweg die Anlage am „Käsgarten“ gepflegt.

In 40-jähriger „Ehe“ mit dem VVR verbunden seien Doris und Walter Koepff. Die beiden Gründungsmitglieder hätten insbesondere bei den Glassammlungsaktionen des Vereins, bei der Pflege von Plätzen und Anlagen, sowie bei den Grillfesten am Hohenstein mitgewirkt. Während Walter seit Beginn über die Vereinsaktivitäten in Wort und Bild berichtete, hätte sich Doris Koepff besonders beim erfolgreichen Verkauf des Jubiläumsbuches „Reichenbach 2012 – eine Momentaufnahme“ hervorgetan. Beispielhaft seien die Aktivitäten des VVR-Gründungsmitgliedes Dieter Oster bei der Förderung der Zusammenarbeit der Reichenbacher Vereine gewesen. Als Vorsitzender der Vogelschützer hätte er alle  wichtigen Veranstaltungen im Dorf besucht, hätte für Zusammenarbeit der Vereine und Toleranz untereinander geworben. In den letzten Jahren habe er bei zahlreichen Projekten des VVR selbst mit angepackt.

Dem Verein seit der Gründung verbunden wäre auch Gretel Röder. Sie und ihr Mann Jakob hätten besonders in den 1970-er und 1980-er Jahren dem VVR oft Fahrzeuge und Maschinen für ihre Arbeit im Dorf zur Verfügung gestellt. Außergewöhnlich wäre die Mitgliedschaft eines Vereins in einem Verein, wie beim VVR-Gründungsmitglied SSV Reichenbach. Nach der Initiative von Jakob Röder sei es heute wesentlich dem SSV-Vorsitzenden und VVR-Mitglied Manfred Preuß zu verdanken, dass die guten Beziehungen beider Vereine aufrechterhalten blieben. Maßgeblich zur Gründung des Vereins habe auch Ehrenbürgermeister Josef Weitzel beigetragen. In einer Zeit der „Aufbruchstimmung“ in Lautertal wären mit dem damaligen Bürgermeister die Verschönerungsvereine in Elmshausen, Reichenbach, Gadernheim und Schannenbach gegründet worden.

Kurze Zeit nach der Gründung ist Helmut Lechner Mitglied geworden. Im VVR habe er sich als Referent für besondere Themen, beispielsweise über den Freiheitskämpfer Theodor Körner und die Drachenlampe am alten Rathaus hervorgetan. Auch Ende 1974 kam Gertrud Müller zum VVR, die seit Jahren die Einladungen an die derzeit knapp 450 Mitglieder zur Generalversammlung fertige und im Vorstand mitarbeite. Gründungsmitglied, stellvertretende Vorsitzende, Vorsitzende und Mitglied im Stiftungsrat der Mößinger-Stiftung war und ist Waltraud Dörrschuck. Schließlich leitet Gründungsmitglied Heinz Eichhorn seit September 2000 den VVR als Vorsitzender.

Der Ehrungsabend wurde umrahmt durch gemeinsam gesungene Volkslieder, zu denen Irene Gorka den Ton angab. Um die Bewirtung im Vereinsheim der Rassegeflügelzüchter kümmerten sich Hannelore und Helmut Fassinger, sowie Waltraud und Hans Winkler.

(Text: he)

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47 Dänen besuchten die Heimat ihrer Vorväter

(Foto: Walter Koepff)

Die Evangelische Kirche, der alte Friedhof und das Traditionsgasthaus „Zur Traube“ waren Ziele einer Reisegruppe aus Dänemark. Die „Kartoffeltysker“, Nachfahren von Auswanderern aus dem Odenwald, die ab 1759 das Jütland mit dem Anbau von Kartoffeln urbar machten, suchten nach den Spuren ihrer Vorfahren.

Die 47 Personen starke Gruppe wurde in der Traube von Pfarrer Thomas Blöcher, der Familie Lehrian, sowie Irene Gorka, Petra Baumbach und Ortsvorsteher Heinz Eichhorn in Odenwälder Tracht willkommen geheißen. Vorsitzender Axel Kramer und Reiseleiterin Anna Dürr fanden den Ort wohl gewählt. Die ehemalige „Kreyssmühle“ gehörte für kurze Zeit den Schweizer Religionsflüchtlingen Bitsch, ehe diese durch den siebenjährigen Krieg weiter nach Dänemark getrieben wurden. Dort stießen sie auf Auswanderer aus Bensheim, Gronau, Schönberg, Elmshausen, Reichenbach, Hohenstein, Raidelbach, Knoden und Ernsthofen. Diese waren 1759 einem Aufruf des dänischen Königs gefolgt und hatten sich in Jütland angesiedelt. Dort wurde 2009 das 250-jährige Jubiläum der Auswanderung gefeiert. An dem Festwochenende nahmen auch die Ehepaare Blöcher und Lehrian teil.

Dürr und Kramer berichteten, dass der Verein über 600 Mitglieder habe und auch im nächsten Jahr wieder in den Odenwald und an die Bergstraße reisen werde. Bei der Vorstellung der sanierten Evangelischen Kirche betonte Pfarrer Blöcher, dass die Auswanderer die elf Jahre vorher entstandene Kirche gekannt haben mussten. In Jütland habe es in den ersten Jahren für die Reformierten und Lutherischen Gläubigen noch keine Kirche gegeben. Diese sei aber 1766 genau auf die Grenze zwischen den Kolonien Frederikshede und Frederikshöj  gebaut und sowohl von der evangelischen, als auch der reformierten Gemeinde genutzt worden. So habe es jeden Sonntag zwei Gottesdienste gegeben.  Um 1800 war dann die  Zahl der Reformierten in den beiden Dörfern so weit zurückgegangen, dass die Grundlage für einen eigenen Pastor und gesonderten Gottesdienst nicht mehr gegeben war. Die Gottesdienste seien bis Mitte des 19. Jahrhundert noch in Deutsch gehalten worden. Noch heute singe die Gemeinde Paul Gerhardts „Geh aus mein Herz und suche Freud“ in Deutsch und oftmals alle 15 Strophen.

Bei dem Gang über den alten Friedhof entdeckten die Kartoffeldeutschen so manche Namen der früheren Auswanderer und konnten Verbindungen zu ihren Familien herstellen. Auch in diesem Jahr übernachten sie in einem Bensheimer Hotel und wollen bis zum Sonntag noch zahlreiche Ausflugsziele, Stammhäuser und Vorfahren der Auswanderer besuchen.

(Text: he)

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Riesenandrang am Felsenmeer und beim SSV-Flohmarkt

(Foto: he)

Ein Riesenandrang herrschte am Sonntag am Felsenmeer und beim SSV-Flohmarkt. Bei strahlendem Sommerwetter waren alle Marktflächen vom Umkleidehaus entlang des Seifenwiesenweges bis hin zu großen Teilen des Felsenmeerparkplatzes belegt.

Trotz der Ausweisung eines zusätzlichen großen Areals als Parkplatz unterhalb des Zehnes waren alle Parkflächen gegen Mittag belegt, so dass die PKW`s in den Seitenstraßen und entlang der Beedenkirchener Straße bis hin zur Dorfmitte abgestellt  wurden.

Die Gunst der Stunde nutzten auch weitere Anbieter. Auf so manchen Anwesen im „Eck“ boten sie private „Hofflohmärkte“ an. Seit über 20 Jahren betreibt die Sänger- und Sportgemeinschaft (SSV) zwei Mal im Jahr ihre Flohmärkte, die mit zu den größten und beliebtesten in Südhessen zählen.

(Text: he)

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Felsenmeerschule in tadellosem Zustand

(Foto: Friedrich Krichbaum)

In tadellosem Zustand befinden sich  derzeit Gebäude und Freizeitbereich der Felsenmeerschule. Nach der Sanierung des alten Schulhauses wurden vom Schulträger eine Neugestaltung des Schulhofes, sowie  Wärmedämmung und ein Neuanstrich an dem neuen Schulhaus durchgeführt.

Das Schulgelände an der Knodener Straße umfasst rund 3.000 Quadratmeter. Auf ihm stehen das alte Schulhaus aus 1902, das neue aus 1955 und der Erweiterungsbau aus 1991. Im Neubau und der Erweiterung sind vier Klassensäle für die 3. und 4. Klassen, Musiksaal, Werkraum, Töpferei,  Computerraum, Schulbücherei, Materialsammlung, Gymnastikraum, Gesprächsraum, Lehrerzimmer und zwei Geschäftsräume untergebracht. Der Altbau enthält vier Klassensäle für die 1. und 2. Klassen, Logopädieraum, betreute Grundschule, sowie eine vermietete Wohnung. Der großzügige Schulhof ist mit Schulgarten, Kletterwand, Seilzirkus, Hüpfband, Basketballkorb, zwei Tischtennisplatten, Fühlpfad und einem abgetrennten Parkplatz ausgestattet. An der Grundschule sind derzeit 20 Lehrer und Mitarbeiter beschäftigt.

Schule gehalten wird in Reichenbach seit dem 3. November 1600, wie Pfarrer Martin Walter in seiner Chronik festhielt. Während in der Anfangszeit die Kirche und die Gemeinde den Schuldienst gemeinsam regelten, übernahm diese Aufgabe später die Kommune. Heute ist der Kreis Bergstraße der Schulträger, der sich die Kosten in Höhe von derzeit rund 1,4 Millionen Euro jährlich für die drei Lautertaler Schulen über die Schulumlage aber von der Gemeinde weitgehend erstatten lässt.  Die Lehrkräfte werden vom Land Hessen vergütet.

(Text: he)

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VVR warb für Felsenmeer und Odenwald

(Foto: Friedrich Krichbaum)

Werbung für die Odenwälder Tracht, Reichenbach und das Felsenmeer machten Spinnkreis und Trachtenträger des Verschönerungsvereins beim Hessentag. Trotz über acht Stunden Fahrzeit für die Hin- und Rückfahrt nach Hofgeismar am nördlichsten Zipfel Hessens, waren die über 30 Trachtenträger und „Schlachtenbummler“ von der Tour und ihrem Auftritt sehr angetan.

Irene Gorka vom Spinnkreis, Simone Meister als Bindeglied zur Hessischen Vereinigung für Tanz- und Trachtenpflege (HVT), stellvertretende Vorsitzende Inge Meier und Reiseleiter Albrecht Kaffenberger hatten den Auftritt im großen Festzelt vorbereitet. Dort imitierten auf der Bühne die Spinnleute mit ihrer Arbeit an den Spinnrädern einen gemütlichen odenwälder Abend in einer Bauernstube: „Wenn in Großmutters Stübchen ganz leise surrt das Spinnrad am alten Kamin.“ Danach kamen die Trachtenträger mit der Odenwälder „Nationalhymne“ „Mer sin all vum Ourewoald“ hinzu, getextet und komponiert vom Reichenbacher Heimatdichter Georg Bechtel.

Neben weiteren Heimatliedern, die teilweise auch von den zahlreichen Besuchern mitgesungen wurden und Odenwälder Tänzen, berichtete Simone Meister über die Schönheiten des Lautertals. Besonders schilderte sie das Felsenmeer in leuchtenden Farben, erzählte von den Riesen auf dem Hohenstein und dem Borstein, deren Schnarchen manchmal noch heute zu hören sei. Meister forderte die Zuschauer auf, das in zahlreichen Umfragen als das beliebteste Ausflugsziel in Hessen auserkorene Felsenmeer auch einmal zu besuchen und sich ein paar Tage im Lautertal zu gönnen. Die Besucher waren vom Auftritt der VVR-Gruppe sehr angetan und spendeten reichlich Applaus. Mit dabei auch Jürgen Poth („Guggugg“), der im letzten Jahr in der TSV-Turnhalle beim Jubiläum des VVR aufgetreten war und sich sehr positiv über den Auftritt der Reichenbacher äußerte.

Im HVT-Zelt boten die ganze Festwoche über eine große Zahl von Hessischen Trachten und Volkstanzgruppen ein buntes Programm an. Und dies nicht nur mit hessischen Gruppen, wie beispielsweise der Landjugend aus Groß-Bieberau, oder der „Hans-von-der-Au-Trachtengruppe“ aus Erbach. So begeisterte unter anderem auch die traditionelle Volkstanzgruppe Osmangazi  aus Bursa, der türkischen Partnerregion des Landes Hessen, sowie die „Horses of Fire“ mit ihren Line Dance aus den USA.

Nach einem Bummel über die Festmeile ging es dann für die Reichenbacher auf die lange Heimfahrt zurück in den Odenwald. Dabei freute sich Simone Meister nicht nur über den gelungenen Auftritt, sondern auch über zwei neue Mitglieder. Da mit ihnen die „Schnapszahl“ von 444 erreicht wurde, gab sie noch im Bus eine Runde Hochprozentigen aus.


(Text: he)

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